Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Europäer könnten wie Besatzer wirken

Betrifft:

„Deutsche Soldaten weltweit im Einsatz“, NWZ vom 8. August

Die deutsche Beteiligung an so einem Einsatz ist ein Fehlgriff, es soll eine „Friedenstruppe“ zwischen den Konfliktparteien sein, die zur strikten Neutralität verpflichtet wäre. Da die Bundesregierung nach eigenem Bekunden fest an der Seite Israels steht, scheidet sie als Schlichter und bei den diplomatischen Bemühungen aus. Im Nahost-Konflikt mischt Deutschland bereits mit, aber als Verbündeter des Judenstaates, mit den geschenkten Waffenlieferungen an Israel.

Walter Nietsch

Wildeshausen

F

(...) Selbst einige rote und grüne Politiker vergessen ihre ehemaligen Grundsatzüberzeugungen, was wieder beweist, dass Fehlleistungen keine Herkunfts- und Standesgrenzen kennen.

Geht man von den Extraausgaben für Auslandseinsätze der Bundeswehr aus, wie sie die NWZ mitgeteilt hat, kann man wohl davon ausgehen, dass bisher durchschnittlich jährlich eine Milliarde Euro zusätzlich zu den laufenden Militärausgaben verausgabt wurde. Wenn es jetzt in Nahost zu einem weiteren Einsatz kommt, wird es wohl noch ein bisschen teurer werden.

Was könnte an Arbeitsplätzen und Kindergartenplätzen geschaffen, Steuern gesenkt und Staatsschulden abgebaut werden, würde man davon absehen, in der Weltpolitik militärischen Globalplayer spielen zu wollen. Über die Regierungserfolge des Exkanzlers Schröder kann man geteilter Meinung sein; dafür aber, dass er sich einer militärischen Beteiligung am Irak-Krieg verweigerte, wird er positiv in die Geschichte eingehen. Natürlich wird Deutschland einen angemessenen militärischen Beitrag leisten müssen, wenn die Europäische Union einen Einsatz beschließt und alle Staaten der Gemeinschaft sich beteiligen. (...)

Deutschland wird weltweit Verständnis finden, wenn es sich einer Anforderung z. B. im Nahen Osten entzieht, weil andere Europäer der Union nicht mitmachen, und muss sich nicht immer à la Kaiser Wilhelm II eitel und servil zum eigenen Nachteil in Szene setzen.

Björn v. Mücke

Oldenburg

F

Europa auf dem Weg als Friedensstifter? Bald gibt es keinen Erdteil mehr, in dem die Europäer nicht mitmischen, ob von der Bevölkerung des Landes erwünscht oder auch nicht. Selbstverständlich dabei, angepriesen von unseren Politikern, die Bundeswehr. Nun sollen sie auch im Nahost mit dabei sein. Dabei wäre es an der Zeit sich Gedanken zu machen, ob es nicht viel realistischer wäre, gerade in diesem Gebiet eine Sicherheitsgruppe aus den Arabischen Staaten zu entsenden, zum Beispiel aus Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien und Kuwait. Denn Europäer könnten leicht als Besatzer angesehen werden, was für eine Friedensmission große Nachteile bedeutet.

Heinrich Kalmer

Ovelgönne/Großenmeer

F

Das Unrecht, das die israelische Regierung den Menschen im Libanon und im Gaza-Streifen antut, diese Verbrechen an den unschuldigen Menschen, lassen mich nicht mehr schlafen. Ich habe Angst, mich durch mein Schweigen schuldig zu machen. Aber die israelische Bevölkerung oder alle sie unterstützenden Staaten wie die USA oder auch der Zentralrat der Juden in Deutschland machen sich noch viel schuldiger, weil sie das, was die israelische Regierung tut, dulden oder gar gutheißen. Wie kann ein Volk, das so unter dem Dritten Reich zu leiden hatte, nun solche Gräuel begehen? Das verstehe ich nicht und werde es nie verstehen.

Jelle Ley

Westerstede
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Vor etwa einem Jahr eröffnete der Pflegedienst Paul-Lina seinen neuen Hauptsitz in Wittmund. Wegen eines Insolvenzverfahrens musste der Pflegedienst seinen Betrieb aufgeben.

STANDORTE IN WITTMUND UND EMDEN Insolvenz bei Pflegedienst Paul-Lina – So geht es für die Kunden weiter

Kim-Christin Hibbeler
Wittmund
Die Polizei sucht nach Zeugen, die einen Unfall in Stedesdorf gesehen haben könnten.

POLIZEI SUCHT NACH ZEUGEN Rollerfahrer fährt Elfjährigen in Stedesdorf an – und fährt einfach weiter

Stedesdorf
Urteil im Prozess um Totschlag in Damme vor dem Landgericht Oldenburg: Eine 39-jährige Frau wird dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Sie hatte im Wahn ihren Ehemann mit einem Schwert getötet.

LANDGERICHT OLDENBURG Ehemann mit Schwert getötet – 39-Jährige aus Damme verurteilt

Thilo Schröder
Damme
„Sylt oben links nicht rechts“, steht auf einem Plakat, das eine Frau bei einer Mahnwache am Sonntag auf Sylt in der Hand hält. In Niedersachsen sind dem LKA 28 Fälle von Umdichtungen bekannt.

RECHTSEXTREME GESÄNGE ZU PARTY-HIT Auf Grölen von Parolen können Freiheitsstrafen folgen

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Ein Stein vom Herzen gefallen: Kickers-Vorsitzender Hendrik Poppinga und Schatzmeisterin Ute Specht haben für den Verein zig Stunden mit Bilanzen und Paragrafen verbracht.

KICKERS-EMDEN-GMBH „Wir sind nicht das Man City von Emden“ – So geht es jetzt weiter beim Regionalligisten

Lars Möller
Emden