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Fehlende Containerbrücken statt neuem Namen

11.03.2017
Betrifft: „Lies: Jade-Port umbenennen – Tiefwasserhafen: Wirtschaftsminister schlägt ,Containerhafen Wilhelmshaven‘ vor“, Titelseite, 4. März

Für den Forscher auf der Landkarte ist es natürlich ein Gewinn, wenn man den Hafen über das Atlas-Register finden kann. Aber im Zeitalter des Internets ist es sicher kein Problem, den Standort über den Begriff „Jade-Weser-Port“ zu finden. Wenn es zum Vorteil für den JWP wäre, sollte man über eine Umbenennung nachdenken, ich denke es wird nicht nötig sein.

Der Hamburger Port Authority ist es egal wie der Wilhelmshavener Hafen benannt wird: Während die Nabus an der Elbe über die Rettung des „Schierlings-Wasserfenchel“ debattieren, haben Bürgermeister Olaf Scholz und Wirtschaftssenator Frank Horch dem Wunsch vom Hafenbetreiber Eurogate stattgegeben, den Eurokai in Hamburg um satte 1000 Meter zu verlängern. Ein Hafenbecken muss zugeschüttet werden und 23 000 Bäume fallen dem Projekt zum Opfer. Das Wendebecken für XXL Containerschiffe wird nebenbei von 480 Meter auf 600 Meter vergrößert. Das ganze ist für 250 Millionen Euro zu haben.

Das Pikante aber daran ist, dass der Chef von Eurogate, Emanuel Schiffer, noch im letzten Jahr dem Ansinnen vom Jade-Weser-Port über eine Verlängerung des Hafens nachzudenken, eine klare Absage erteilte. Wasser predigen und Wein trinken, alles läuft für Hamburg. Auch die Elbvertiefung wird kommen. (...)

Ohnehin lehnen die Hamburger eine Zusammenarbeit mit dem JWP kategorisch ab, das belegen die Aussagen von Ingo Egloff (Chef der Hamburger Marketing) und Senator Horch.

Auf Unterstützung der Hamburger kann der JWP also nicht hoffen. Wenn eine bessere Auslastung des JWP angestrebt wird, benötigt der Hafen unbedingt die fehlenden Containerbrücken. Das wäre dann auch für die großen Reeder ein deutliches Zeichen der Stärke.

Hans-Georg Twenhöfel
Bockhorn

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