„Aufschub bei Kastration von Ferkeln? – Landwirtschaft: Agrarministerin Otte-Kinast wirbt bei Regierungschef Weil um Fristverlängerung“, Niedersachsen, 26. Juli

Die Erlaubnis zur betäubungslosen Kastration männlicher Ferkel um vier Jahre zu verlängern, wie die Landwirtschaftsministerin erwägt, ist ein Verbrechen an der Kreatur. Denn das lässt sich mit der Verantwortung des Menschen für das Mitgeschöpf Tier nicht vereinbaren. Frau Otte-Kienast muss daran erinnert werden, dass sie in ihrem Amt nicht nur den Interessen der Landwirtschaft und der Fleischwirtschaft nachgeben darf. Sie ist auch höchste staatliche Tierschützerin.

Die von ihr favorisierte vierte Lösung (lokale Injektion in den Samenstrang/Hoden) wird von Fachleuten als noch schmerzhafter und leidvoller bewertet als die derzeit zugelassene betäubungslose Kastration. Wenn, wie angestrebt, die lokale Betäubung durch Laien erlaubt wird ist zu befürchten, dass sie unsachgemäß oder gar nicht erfolgt. Eine Kontrolle durch Fachpersonal ist nicht gewollt und auch nicht realisierbar.

Dr. Hans-Heinrich Fiedler Oldenburg

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Meine Empfehlung: Die niedersächsische Agrarministerin, Frau Barbara Otte-Kinast (CDU), sollte einmal bei der tierquälerischen betäubungslosen Kastration von Ferkeln zuschauen und deren Qualen und Schmerzen bei dieser Prozedur miterleben!

Ihre „Werbung“ um Aufschub des zu diesem Jahresende vorgesehenen entsprechenden Verbotes würde sich dann – vielleicht – erübrigen!

Heribert Overberg Ahlhorn

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„Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt genau wie Du den Schmerz“. Diesen Spruch habe ich in meiner Kindheit sehr oft von meiner Mutter gehört.

Welcher „Mensch“ ist in der Lage, diese grausame Handlung an einem fühlenden Lebewesen durchzuführen? Weiter gefragt, wie kann ein normaler „Christenmensch“ überhaupt auf die Idee kommen, den armen Tieren solch ein Leid anzutun, ihnen die Schwänze abzuschneiden, und die Hoden aus dem lebenden Körper herauszureißen?

Diese brutalen und unmenschlichen Handlungen an wehrlosen Mitgeschöpfen hätten niemals zugelassen werden dürfen. Nicht um einen einzigen Tag darf diese Unsitte verlängert werden.

Wenn sie atmen, leben sie, wenn sie leben, fühlen sie, wenn sie fühlen, lieben sie, wenn sie lieben, haben sie eine Seele.

Rainer Lehmann Oldenburg