„Wir müssen zeigen, wie es ist – Tierhaltung: Jungbauern wollen mit Hilfe des Internets die konventionelle Landwirtschaft retten“, Oldenburger Land, vom 29. November

Es ist zu begrüßen, wenn Transparenz hinsichtlich der sogenannten konventionellen Tierhaltung, sprich der industriellen Tierproduktion, hergestellt wird.

Aber dann müssen auch die Probleme aufgezeigt werden, die daraus resultieren, dass Tiere den Haltungssystemen angepasst und dadurch das Ausleben ihrer art- und tierspezifischen Bedürfnisse eingeschränkt oder unterbunden wird.

Es müsste auch die Frage beantwortet werden, ob Tieren dadurch Schmerzen, Leiden und Schäden entstehen. Und es müssten die Auswirkungen des Systems beschrieben werden, in welches die industrielle landwirtschaftliche Tierhaltung eingebunden ist: Kontamination von Wasser, Luft und Boden, Klimaschädigung, Resistenzbildung, globaler Verbrauch von Ressourcen.

Hinzu kommen Verlust der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren; Höfesterben; Landraub etc. Nur dann wäre Glaubwürdigkeit hergestellt.

Dr. Hans-Heinrich Fiedler Oldenburg