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Geplante Abschiebung empört NWZ-Leser

Betrifft:

NWZ -Berichte und Kommentar von Stefan Idel zur geplanten Abschiebung der Iranerin Zahra Kameli

Sie bezeichnen die Abschiebung von Zahra Kameli als „Skandal“. Das ist nicht übertrieben, ich habe mich gefreut. Gut, dass wir die Presse haben!

Die Innenministerien in Hannover und Berlin sehen auf Paragrafen, auf die Beziehungen zu Iran, auf das Asylantenproblem, auf das „große Ganze“. (...)

Gefragt aber ist Mut zur menschlich richtigen Entscheidung. Also keine Abschiebung! Das führt nur kurzgedacht zu Konflikten. Langfristig ist die Entscheidung fürs Gewissen, für das gottgegebene Naturrecht, immer richtig. (...)

Alfred Berssenbrügge

Cloppenburg F

Eine einzelne Frau abschieben, die in ihrer Heimat vielleicht gesteinigt wird. Eine super Leistung unserer Politiker. Aber bei ausländischen Terroristen, Verbrechern, Drogenhändlern und Scheinasylanten, da wird nichts unternommen. (...) Aber bei so einer einzelnen Frau, da können sie sich aufspielen. (...)

Joachim Käppel

Bad Zwischenahn

F

Wenn man sieht, wie lange sich ein krimineller „Kalif von Köln“ in Deutschland halten konnte, und wenn man liest, dass sich Herr Wulff als Pate für eine Bundesvision-Song-Contest-Party angekündigt hat, obwohl er meiner Meinung nach in der für uns Mitbürger unverständlichen Entscheidung des Landes Niedersachsen besser seine Hausaufgaben machen sollte, dann weiß man, in welcher politischen Kultur (Bananenrepublik) wir zwischenzeitlich gelandet sind. Danke für Ihren Kommentar.

Jochen Krauss

Jever

F

Ich finde es abscheulich, wie Uwe Schünemann sich gegenüber der Iranerin Zahra Kameli verhält. Der Pilot hat Mut bewiesen, indem er sich weigerte die Frau mitzunehmen. Herr Schünemann kann sich sicherlich vorstellen, wie es Frau Kameli als Christin im Iran ergehen wird, und er verweist eiskalt auf den Bund, um seine Hände in Unschuld zu waschen.

Ich frage mich immer öfter, wie christlich sind eigentlich die Christdemokraten? Ehrlicher fände ich es, wenn sie das „C“ aus ihren Parteinamen streichen würden.

Für Frau Kameli hoffe ich, daß sie Bleiberecht in Deutschland erhält.

Siegfried Burghardt

Oldenburg

F

(...) Empörend das Verhalten des Innenministers Uwe Schünemann (CDU, Niedersachsen). Laut NWZ „sieht er keine Möglichkeiten auf die Abschiebung zu verzichten. Der Bund hat das so entschieden, wir müssen das so machen“ – so ein Sprecher des Innenministeriums. Er hat keinen Spielraum.

Wir fragen: Was ist hier entscheidend – wo es um die Sicherheit von Leib und Leben geht: Die Erfüllung einer Verfügung, eines Gesetzes – oder das Gewissen, das für ein Leben verantwortlich sein muß und darf.

Wäre nicht weltweit Unmenschliches vermieden worden und könnte verhindert werden, wenn in Grenzsituationen das eigene Gewissen entscheidet. (...)

Renate Augenstein

Ingrid Hönisch

Barßel

F

Wenn ich an das Herumgeeiere unserer Richter und Politiker um die Abschiebung des kriminellen Metin Kaplan sowie des Jugendlichen Mehmet in den EU-Kandidaten Türkei denke und dieses mit dem Fall der Zarah Kameli vergleiche, dann frage ich mich, welchen Stellenwert bei unseren Offiziellen (Männern!) eine Frau hat, die einer unvergleichlich stärkeren Bedrohung in ihrem Heimatland Iran ausgesetzt ist.

Haben denn diese Leute noch immer nicht begriffen was es bedeutet, wenn eine islamische Frau zum Christentum übertritt, ihren Mann verläßt und eine neue Partnerschaft eingeht, nach monatelanger Abschiebehaft in den fundamentalistischen Iran zurückgeschickt wird?

Hier wird das vielbeschworene Menschenrecht durch Herrn Schünemann und Herrn Schily mit Füßen getreten.

Harald Jung

Brake

F

Ich hoffe sehr, daß die überwiegende Mehrheit in Deutschland so denkt wie Sie. Warum wird diese arme Frau hier nicht geduldet. Das ist wirklich ein Skandal.

Dutzendweise werden in den Gefängnissen hier in Deutschland Gesetzesbrecher geduldet und auf Kosten der Allgemeinheit am Leben erhalten. Von Abschiebung keine Rede.

Geht es um politische Gründe? Will man den Iran nicht verprellen? Was zählt dann schon ein Menschenleben. Lassen Sie nicht locker, viel Zeit ist nicht mehr zu verlieren.

Christoph Bohlmann

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