„Rüberbringen“, Kommentar vor Reinhard Tschapke zur Auszeichnung Lammerts mit dem Jacob-Grimm-Preis für Deutsche Sprache, Meinung, 13. November

Es ehrt Sie, dass Sie als Journalist den pfleglichen Umgang mit unserer schönen deutschen Sprache einfordern. Die NWZ geht auch mit gutem Beispiel voran, indem sie das unselige Denglisch vermeidet. Aber ein Beispiel muss ich hier anführen: Es wird nur noch von „€žSinn machen“€œ (übersetzt aus dem Englischen „☺€žit makes sense“€œ) gesprochen und geschrieben. Nur sehr selten hört und liest man noch die korrekten deutschen Wörter sinnvoll und sinnlos. Ich meine, man kann „einen €žgroߟen Haufen machen“€œ, aber Sinn? machen bedeutet doch, etwas tun, herstellen oder anfertigen.

Leider haben auch die Journalisten sowohl in den gedruckten Medien (ich vermeide absichtlich das heute übliche Wort „€žPrintmedien“€œ), als auch in Radio und Fernsehen sich diese unkorrekte Ausdrucksweise angewöhnt. Vermutlich, ohne zu merken, dass das nicht korrekt ist. Wenn sie, die Journalisten, geschlossen wieder die deutschen Wörter verwenden würden, gibt es eine Chance, dass der Unfug aufhört. Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt!Ÿ

Heinrich Lueken Großenkneten