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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

„Gut“ und „böse“ unzeitgemäß

28.12.2019
Betrifft: „Bald 500 Wölfe im Land? – Protest: Weidetierhalter fordern Abschuss – Erschreckende Beispiele aus Region“ und „Lies will Jagd auf Wölfe erleichtern“, Titelseite, 17. und 19. Dezember, sowie weitere Berichte

Bei Überlandfahrten sieht man immer wieder Schafherden, abgelegen, mit einem Schutzzaun von 50/60 Zentimeter Höhe. Eine Höhe, über die selbst ein kleiner Hund, wie z.B. ein Yorkshire-Terrier nur lachen kann. Aber vor einem Wolf soll es schützen. Wo bleiben die Herdenschutzhunde?

Eine angesehene Hundetrainerin im Ort berichtete über einen Urlaub im Süden Europas. Sie sagte, ein Wolf bereite ihr keine Angst, aber um eine Schafherde mit einem Herdenschutzhund würde sie einen großen Bogen machen. (...) Ein Hinweis an die Bevölkerung, dass beweidete Areale nicht zu betreten sind, auch nicht durch Touristen oder Urlauber, wäre auch mal wieder angebracht. Und die Kosten für einen Herdenschutzhund werden mit 3000 Euro und mehr angegeben. Unfug.

Wir haben einen reinrassigen Herdenschutzhund, einen ungarischen Kuvasz. Vom Züchter wurde uns angeboten: 1100 Euro mit VdH-Papieren, oder 550 Euro ohne VdH-Papiere. Da wir nicht züchten wollten, haben wir auf die VdH-Papiere verzichtet. Und Haltungskosten: Da wir Hobby-Hundehalter sind, geben wir wahrscheinlich mehr aus als ein beruflicher Halter, und bei uns sind es mit allem Drum und Dran etwa 150 Euro im Monat. Dafür haben wir seit fast elf Jahren einen (...) Hausgenossen, der „sein“ Territorium bewacht und auch schon einen Einbruchsversuch verhindert hat.

Der Züchter empfahl uns, unser Grundstück mit einem 1,80 Meter hohen Zaun zu versehen. Darunter wäre es für den Hund kein Hindernis. Und Herdenschutz: In einem Fall aus der Nähe von Erfurt berichtete er vom Schutz einer Schafherde vor zwei- und vierbeinigen „Wölfen“.

Johann Zimmermann
Hude

Circa 250 Niedersachsenwölfe brauchen circa alle drei Tage eine große Portion Fleisch, um existieren zu können. Eine Wölfin, die den Nachwuchs mit Muttermilch versorgen muss, noch mehr, und natürlich jagen sie dort, wo sie am leichtesten zu Beute kommen, nämlich Nutztiere. Unsere Wälder haben nicht so viele alte oder schwache Tiere, um kontinuierlich 250 Wölfe zu ernähren.

Daraus folgert, dass Wölfe genauso bejagt werden müssen wie die Überpopulation von Hirschen, Rehen, Wildschweinen, Hasen und Rebhühnern. Da das letztlich unausweichlich ist, sollte das schnell von der Landesregierung beschlossen werden. Und den zig Institutionen, die sich vehement dagegen wehren, sollte man eine Aufgabe stellen: eine Lösung zu finden für den Nachwuchs von Hunden und Katzen, die auf dem Lande regelmäßig nach der Geburt ersäuft werden, und das seit Jahrhunderten.

Ist das hoffentlich schnell von unserer Regierung beschlossen worden, sollten Einsprüche, die sich über Instanzen lange dahinschleppen lassen, gar nicht zugelassen werden. Das wäre endlich mal effizientes Handeln.

Karl Töppich
Bad Zwischenahn

Die Gebrüder Grimm, Conrad Gesner, Alfred Brehm und andere lassen mit ihren märchenhaften, antiquarischen und verstaubten, wenig wissenschaftlichen und unrealistischen Denkweisen grüßen. Diese Denkweisen teilt scheinbar auch Dr. Dirk Henze in seinem Leserbrief in der NWZ am 14.12.2019.

Beutegreifer, so auch der Wolf, vermehren und verbreiten sich nicht grenzenlos nach „eigenen Gesetzen und Rechten“. Mit dem Begriff Beutegreifer werden Wildtiere zusammengefasst, die sich hauptsächlich von Fleisch ernähren. Über lange Zeiträume wurden Beutegreifer als „Schädlinge“ oder „Konkurrenten“ des Menschen angesehen, was zur Bekämpfung und in manchen Fällen sogar zur Ausrottung führte.

Die Einteilung von Tieren in „gut“ und „böse“ ist schon lange nicht mehr zeitgemäß und lässt oftmals die ökologischen Aufgaben der Arten außer Betracht. Heute ist klar: Wolf und Fuchs sowie andere Raubsäuger, Habicht, Sperber und andere Raubvögel sind nicht mordgierige, bestialische Wesen aus einer Fabelwelt wie der Vorstellung altvorderer Autoren und die von Herrn Henze.

Beutegreifer, auch der Wolf, übernehmen in den Beutetierpopulationen wichtige Aufgaben, die in der Natur von ganz erheblicher Bedeutung sind. Sie töten nicht aus Mordgier und nicht auf bestialische Weise, auch wenn Herr Henze das so sieht, sondern um sich und andere zu ernähren! Jagd-, Tötungs- und Fraßstrategien sind ihnen evolutionär angeboren und werden auf das „Signal Hunger“ ausgelöst! (...)

Franz-Otto Müller
Brake

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