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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Gute Schmerzbehandlung wichtig

15.02.2006

Betrifft: „Krach um Sterbehilfe“, NWZ vom 17. Januar

(...) Der Begriff „Sterbehilfe“ ist m. E. verklärend und auch irreführend. Die passive Sterbehilfe hilft also einem Sterbenden, in seiner eigenen Würde und vor allem schmerzfrei, sein Leben zu enden. Die aktive Sterbehilfe hilft einem Menschen, sich aktiv zu töten oder tötet diesen aktiv. Es wäre also ehrlicher und passender, diese Form der so genanten Sterbehilfe als das zu benennen, was sie tatsächlich ist: Eine aktive Tötungshilfe.

Meist hört man von den Befürwortern der aktiven Tötungshilfe, dass es das Recht eines Menschen sei, selbst zu entscheiden, wann sein Leben nicht mehr lebenswert, nicht mehr würdevoll sein. Hat dies nicht einen bitteren Beigeschmack? Passt dieses Argument nicht gut in die Bestrebungen, dieses kostbare Geschenk, nämlich die Einzigartigkeit eines jeden Menschen, in pauschale und vor allem wirtschaftlich korrekte Bahnen zu bringen? Wir dürfen uns deshalb nicht Gedankenmodelle konstruieren, einen anderen Menschen unter dem Deckmantel der Menschenwürde zu töten, oder ihm dabei zu helfen sich selbst zu töten, sondern wir müssen uns um Zuwendung kümmern, um menschliche Nähe und Herzenswärme. Wir müssen aber auch ganz entschieden für eine gezielte, gut ausgebildete und umfangreiche Schmerzbehandlung bei einer unheilbaren Erkrankung sorgen!

Meistens ist es jedoch nicht die Angst vorm Sterben und dem Tod, sondern die Furcht vor Schmerzen und die Furcht vor dem Alleinsein, die manche Menschen in die Selbsttötung treibt. (...)

H. Thomas Bruhn

Brake

F

Wehret den Anfängen, kann ich da nur sagen. Es ist doch sehr gefährlich, dieses Thema mit einem Federstrich abzuwehren. Der FDP-Generalsekretär Stefan Birkner und auch der Fraktionschef Philipp Rösler haben sich augenscheinlich nicht intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Sterbehilfeorganisationen, die sich geschäftsmäßig mit dem Thema Sterbehilfe befassen, haben meiner Meinung nach kein Recht, sich in Deutschland zu etablieren. Denn die Gefahren, man sieht das ganz deutlich in den Niederlanden, sind geradezu gravierend. Beratungen werden in Deutschland vielfältig angeboten. Man kann sich in ganz Deutschland bei der Hospitzbewegung beraten lassen. Vereine, die auch Lebensmüden beim Sterben behilflich sein wollen, darf es nicht geben. (...)

Ich kann den Kommentar von Herrn Marco Seng auch nicht ganz verstehen. Dieses immer noch tabuisierte Thema kann gar nicht hoch genug in unserer Gesellschaft getragen werden. Auch Koalitionsstreitigkeiten sollten nicht davor zurückschrecken, gefährliche Entwicklungen zu verbieten.

Hartmut Backhaus

Brake

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