• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Handyverbot besser für Schüler

25.08.2018
Betrifft: „Laptop-Pflicht für Schüler – Digitalisierung: Darum kritisieren Verbände Vorhaben des Wirtschaftsministeriums“, Titelseite, 18. August

Dass Politiker bisweilen von der Materie, über die sie abzustimmen oder als Minister gar zu entscheiden haben, nichts verstehen, ist kein Problem, wenn dann Expertenrat eingeholt wird. Experten für das Lernen sind natürlich die Pädagogen mit ihrem empirischen Erfahrungsschatz. Diese werden allerdings nicht gehört, da die Erkenntnisse nicht zu dem passen wollen, was politisch und aufgrund massiver Lobbyarbeit gewollt ist. (...) 2015 wurde eine Studie publiziert, die Schulen mit und ohne Handyverbot verglichen hatte. Dafür wurden die Noten von 130 000 Schülern über einen Zeitraum von fünf Jahren vor und nach dem Verbot erfasst. Resultat war, dass sich die Schulnoten bereits ein Jahr nach dem Verbot signifikant besserten und der Effekt sich sogar steigerte.

Besonders bemerkenswert ist der Effekt, dass insbesondere die leistungsschwachen Schüler von dem Handyverbot profitiert haben.

Hochbegabte Schüler können es sich offenbar leisten, sich im Unterricht ablenken zu lassen, für die Masse trifft dies aber nicht zu, sodass das Leistungsgefälle größer wird und somit mehr Ungleichheit entsteht, was nicht gewollt sein kann.

(...) Wenn blindlings weiter auf „Digitalisierung“ gesetzt wird, werden wir eine Generation kurzsichtiger, oberflächlicher, nervöser, übergewichtiger Schul-Versager produzieren. (...) Im Silicon Valley gibt es die ersten privaten Kindergärten und Grundschulen, die beliebt sind bei den Entwicklern von Google und Co., die offenbar nicht wollen, dass ihre eigenen Kinder Opfer dessen werden, was sie entwickeln.

Manfred Dwenger
Rastede

Weitere Nachrichten:

Google Inc. | Waldschule

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.