Ich komme gerade von einer Reise aus den USA zurück und hatte die Gelegenheit, im Raum New York/Washington und im Westen des Landes die großen Highways, Interstates und Bundesstraßen mit dem Pkw zu befahren – was für ein Unterschied! Hier die engen vier- bis sechsspurigen Autobahnen und dort die acht- bis 16-spurigen breiten Asphaltpisten mit einem Verkehrsaufkommen, das wir hier in Deutschland nicht kennen und von dem man ausgehen kann, dass die Belastung auf den Asphaltkörper der Pisten vielfach höher ist. Dennoch: Von ganz wenigen Baustellen abgesehen, kann man Hunderte von Meilen baustellenfrei auf unverbrauchten Pisten dahingleiten und läuft nicht Gefahr, alle zehn Kilometer auf eine neue Baustelle hingewiesen zu werden. Was läuft hier in Deutschland falsch beziehungsweise was machen die Amerikaner anders? Dort wird auch nachts gearbeitet, wenn das Verkehrsaufkommen geringer ist. In Deutschland nicht möglich.
Planung, Durchführung und Qualität der Straßenbauprojekte sind unter den Planern und Machern abgestimmt, professionell und von hoher Qualität umgesetzt. Keine kilometerlangen Baustellen für das Flicken kleiner Löcher der Asphaltdecke und keine Installation von zum Beispiel neuen, überflüssigen Schutzplanken auf dem Mittelstreifen und Seiten der Autobahn, wie sie hier vorgenommen werden, (...) sündhaft viel Geld dafür rausgeschmissen wird. (...) Deutsche Straßenbauer und Behörden können sich in den USA anschauen, wie es gemacht wird.
