Ein guter Kommentar, der bereits in der Überschrift die eigentliche Problematik zum Ausdruck bringt. Solange Staaten bereit sind, diese Theokratie mit Handel und Spenden logistisch zu unterstützen, werden skrupellose Söldner aus allen Teilen der Welt bereit sein, für Geld Menschen und sich selbst zu töten.
Die westlichen Demokratien dürfen nicht nur von Solidarität sprechen, sondern müssen mehr abgestimmt und weniger populistisch agieren. Es darf auch nicht der Eindruck entstehen, dass Tote bei Sprengstoffattentaten in Beirut oder anderswo nicht so beachtenswert seien wie der Vorgang in Paris (...).
Jede noch so zähe Diplomatie ist besser als Kriege, die in der Regel nur Elend verursachen und dann wieder diplomatisch aufgearbeitet werden müssen. Die westlichen Demokratien müssen ihre Kinder und Bürger durch gezielte und permanente Bildungsmaßnahmen über die Vorteile einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft überzeugen.
(...) Die meisten Syrer fliehen nicht vor dem Islamischen Staat, sondern vor den Regierungstruppen von Assad. Ansonsten geht es nicht darum, die Asylgesetze zu verschärfen, sondern sie konsequent anzuwenden: Nicht jeder Migrant ist ein Kriegsflüchtling und nicht jeder Kriegsflüchtling ist ein Asylant. Es ist blauäugig anzunehmen, dass die islamischen Terrororganisationen den millionenfachen Menschenstrom nicht dazu missbrauchen, um ihre Agenten ohne jegliche Kontrollen einzuschleusen.
(...) Zur Erinnerung: Eine der wichtigsten Staatsaufgaben ist Schutz des Staatsgebietes, des Staatsvolkes und der staatlichen Verfassung. (...) Wer Grenzen nur noch öffnen will, ist nicht ganz dicht. Es geht darum, den Eintrittspreis zu erhöhen. Die Migrationsströme folgen dem Gesetz des geringsten Widerstandes. Wer keine Dämme baut, holt sich die Flut ins Haus.
Natürlich sind die Terroranschläge von Paris ein widerwärtiges Verbrechen und den Betroffenen und ihren Angehörigen gehört unser aller Mitgefühl. Was mich jedoch stört, ist die für die Öffentlichkeit aufbereitete Inszenierung von Trauer durch Politik und Medien sowie die krasse Diskrepanz zu dem Ausmaß von Anteilnahme, wenn Opfer zu beklagen sind, die nicht in Westeuropa oder den USA beheimatet sind.
Wie ist es zum Beispiel zu erklären, dass die bei dem von einem Oberst der Bundeswehr zu verantwortenden Massaker von Kundus zu Tode gekommenen afghanischen Zivilisten vielleicht gerade einmal ein Hundertstel der Aufmerksamkeit (...) gefunden haben, wie die Opfer der Angriffe auf die Twin-Towers, auf Charlie Hebdo oder die der aktuellen Pariser Anschläge? (...) Gibt es bei unserer Trauer unterschiedliche Klassen von Menschen? (...)
Auf die Anschläge vom 11. September folgte seiner Zeit der von George W. Bush propagierte „Krieg gegen den Terror“ mit all den daraus abgeleiteten militärischen Aggressionen, die seitdem stattgefunden haben. Auch jetzt sprechen der französische Präsident und der deutsche Bundespräsident bereits wieder vom „Krieg“! (...)
Jetzt ist das Geschrei groß. Dabei hätte man diese Eskalation verhindern können. Die Franzosen haben seit Jahrzehnten bei der Integration ihrer vor allem aus dem Maghreb (Algerien, Marokko, Tunesien) und anderen ehemaligen Kolonialstaaten stammenden Menschen versagt. Die vermeintliche Betroffenheit der europäischen Politiker über die Attentate des IS und daraus folgende Maßnahmen sind Geschwafel. Man ist sich uneinig wie eh und je. Das Aufgebot von Polizei und Militär überall ist blinder Aktionismus.
In Deutschland hat Frau Merkel durch ihre unverantwortliche Einladung an alle Migranten dem gleichen Terror Tür und Tor geöffnet, stehen wir doch nach Aussagen unserer Sicherheitsbehörden ebenfalls im Fokus des IS. Jetzt muss endlich etwas passieren. Die Grenzen müssen geschlossen werden. (...)
Martin Schulz plädiert nach den Terroranschlägen für das Festhalten an der Toleranz und beruft sich dabei auf den norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg nach dem Massaker auf Utoya, der mit noch mehr Demokratie und Humanität reagiert hat. Der Vergleich ist natürlich unhaltbar, da es sich damals um die Tat eines einzelnen, bereits verhafteten Extremisten handelte, von dem keine Gefahr mehr ausging. (...)
All die schönen Phrasen, man werde sich dem Terror nicht beugen, weil das genau das Ziel des IS sei, kommen mir vor wie das Pfeifen im Walde, wenn ich gleichzeitig lesen muss, dass ein Kinofilm sowie eine Tatortfolge verschoben werden, weil darin islamischer Terror dargestellt wird. (...) Wichtig ist jetzt die geballte militärische Antwort der westlichen Welt, bevor der IS über Flugzeuge und Raketen verfügt. (...)
