Betrifft:
Abschiebung der Iranerin Zahra KameliMit Entsetzen und Ekel vor soviel menschenverachtender Arroganz, Mitleidlosigkeit und Herzlosigkeit verfolge ich die Handlungsweise von Minister Schünemann im Falle der Iranerin Zahra Kameli. Sie wird, weil sie sich mit bewundernswertem Mut außerhalb ihrer tradierten und frauenverachtenden iranischen Kultur stellt, mit einem grauenhaften Tod bedroht, der Steinigung. Das ist dem Minister bekannt! Trotzdem verweigern er ihr mit fadenscheinigen und verlogenen Ausreden und feigem Ausweichen auf angeblich andere Verantwortliche das Asyl oder zumindest Bleiberecht in Deutschland. Frau Kameli ist zum Christentum übergetreten, Minister Schünemann ist Mitglied der CDU! Steht eigentlich das „C“ noch für Christlich? (...)Claus BauernfeindOldenburgF Eine nicht straffällig gewordenen Frau die zum Christentum übergetreten ist, soll mit aller Macht abgeschoben werden. Bananenrepublik ist noch eine schmeichelhafte Bezeichnung für unser Land. Angesichts unserer politischen Kultur wundert mich allerdings gar nichts mehr.Thorsten KoogjeBad ZwischenahnF
Im zweiten Korintherbrief heißt es sinngemäß: „Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig.“ Im Hinblick auf Zahra Kameli scheint mir hier exakt der Unterschied zwischen Gesetzestreue und der Beihilfe zur Vorbereitung einer rituellen Tötung beschrieben zu sein.
Helmut OstermannOldenburg
F
Mit Interesse habe ich Ihren Kommentar gelesen und muß Ihnen recht geben. Ich kann nur nicht verstehen, dass z. B. Schwerverbrecher, die in ihrem Land die Todesstrafe erwartet (z.B. USA), nicht ausgewiesen werden dürfen und der Frau Kameli das Aufenthaltsrecht aberkannt wird. Noch ist Frau Kameli hier in Deutschland, noch haben wir es in der Hand, sie vor Unmenschlichkeit zu bewahren. Wenn sie erst in ihrer Heimat ist, kann man nur auf Gnade hoffen, und die ist im Iran schwach gesät. Ihr Journalisten könnt eine ganze Menge erreichen, wenn ihr immer wieder solche Haarspaltereien und -sträubereien aufdeckt und anprangert.
