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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Kammer ist kein Sprachrohr

09.02.2019
Betrifft: „Aufstand gegen Kammer – Pflege: Mehr als 47 000 unterschreiben Petition gegen Pflichtmitgliedschaft“, Titelseite, 2. Februar, sowie weitere Berichte

Fremdbestimmung durch die Pflegekammer – es geht nicht nur um den Beitrag.

Die Pflegekammer Niedersachsen möchte das Sprachrohr der Pflege sein, ich lese jedoch immer nur, wofür sie nicht zuständig ist. So verhandelt sie keine Tarife, kümmert sich nicht um bessere Arbeitsbedingungen und ist nicht die Interessenvertretung und Stütze der einzelnen Pflegekraft bei Problemen am Arbeitsplatz, ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Bevölkerung vor unsachgemäßer Pflege zu bewahren. Weiterhin unterstellt man uns (Facebook-Gruppe: „Nein zur Pflegekammer Niedersachsen”) als wütender Mob zu agieren, so würden Fake-Profile auf Facebook diesen Mob antreiben.

Meine Meinung: Die Pflegekammer hat vielleicht eine beratende Funktion in der Politik, aber ansonsten keinen Einfluss auf Veränderung. Nur mit mehr Pflegekräften und besserer Bezahlung können wir den Beruf attraktiver machen.

Für mich ist dieses Bürokratiemonster eine Kontrollinstanz der Pflegekräfte. Warum versteht die SPD diese Sinnlosigkeit nicht?

Mit Zwang und Kontrolle hat man noch nie etwas bewegen können. Willkommen in der Diktatur!

Marion Behrends
Varel

Da unterschreiben 47 000 Pflegekräfte eine Petition gegen die Pflichtmitgliedschaft, fordern aber eine standesgemäße Vertretung.

Glauben denn die Pflegekräfte, dass eine standespolitische Vertretung einer Fachgewerkschaft umsonst ist? Natürlich nicht. Die Mitgliedschaft in einer Fachgewerkschaft kostet rund ein Prozent vom Brutto und das bringt auch nur dann was, wenn die Mehrheit der Pflegekräfte sich in einer Fachgewerkschaft eingliedert, statt jetzt als Pflichtmitglied in einer Pflegekammer mit rund 0,4 Prozent vom Brutto.

Wenn sich mehr Kollegen mit geringem Einkommen bei Vollzeit in den Fachgewerkschaften einbringen würden, gäbe es dann auch da bessere Bezahlungen. Gewerkschaften sind für ihre Mitglieder da, und nicht für ihre Nichtmitglieder, die immer nur fordern, aber nichts dafür tun wollen.

Volker Halle
Ovelgönne

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