„Hunderttausende Kinder gedopt“, Titelseite, 13. Februar

Während meiner Arbeit als Lehrerin habe ich viele Grundschulkinder erlebt, die täglich die vom Arzt verordnete Pille nahmen. (...) Erschreckend war zu beobachten, wie sich die betroffenen Kinder innerhalb kürzester Zeit veränderten. Sie wurden immer dünner, weil das Medikament ihnen jeglichen Appetit nahm. Sie saßen nahezu emotionslos im Unterricht und funktionierten plötzlich reibungslos.

ADHS – Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung …. Dass es diese Krankheit gibt, ist unumstritten. Da sie sich aber nicht durch Viren verbreitet, lässt dieser explosionsartige Ausbruch seit dem Beginn des neuen Jahrtausends nur den Schluss zu, dass es da eine Vielzahl falscher Diagnosen gegeben hat und weiterhin gibt.

Immer mehr Kinder und Jugendliche zeigen starke, therapiebedürftige Auffälligkeiten (Störungen im Sozialverhalten, Gewaltbereitschaft, Störungen im Bereich Motorik und Koordination, Sprachstörungen und auch Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsstörungen), die (...) noch nicht absehbare gesamtgesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen werden. (...) Kinder sind das Spiegelbild unserer Gesellschaft. An ihnen können wir erkennen, wo unsere Defizite liegen.

Es ist ein Schritt nach vorne, wenn durch die Intervention der Politiker erreicht wird, dass Methylphenidad nur noch dann verordnet wird, wenn es eine eindeutige diagnostische Abklärung gegeben hat, an der Ärzte verschiedener Fachrichtungen beteiligt waren. (...)

Hannelore Eggeling, Nordenham