Durch, meines Erachtens nach, falsche Politik wurde der althergebrachte Familienverbund so gut wie beendet. Bei uns zuhause wurde unsere Oma mit circa 87 Jahren „tüdelig“, als ihr Kurzzeitgedächtnis weniger wurde, sie aber genau von den Vorgängen um 1918 erzählte. Heute heißt das Demenz, Familienmitglieder wohnen zerstreut und fühlen sich auch nicht mehr zuständig. Bei entsprechendem Vermögen wird der Verwandte in ein Heim gegeben und wartet dort auf den Tod bei entsprechender Pflege. Sollten keine nahen Verwandten oder kein eigenes, ausreichendes Einkommen vorhanden sein – dann wird es traurig, und da helfen dem Menschen auch keine Vorträge oder „Forschungen“. Die einzige Lösung sehe ich in der straffreien aktiven Sterbehilfe. Nur dann darf ich mich aus dem „Siechtum in Vergessenheit“ ohne beträchtliche Kosten befreien. Die „Gesellschaft“ ist bestimmt nicht für mich verantwortlich (...). Es ist nicht gerecht, dass nur Betroffene mit Vermögen sich diese Entscheidung leisten dürfen.
