„Klimawandel kein Anlass für Panikmache“, Region Oldenburger Land, 29. April
Dass Oldenburg nicht im Meer versinken wird, ist, denke ich, jedem klar. Die Überschrift „Klimawandel kein Anlass zur Panikmache“ impliziert jedoch, dass wir uns keinerlei Gedanken um die globale Thematik machen müssten. Doch gerade wir, als historische Verschmutzer, tragen eine große Verantwortung den gefährdeten Ländern gegenüber, die ohne eigene Verschuldung tatsächlich lebensbedrohlich von Überflutungen und Dürren bedroht sind und sollten über unseren eigenen Tellerrand schauen.
Maike Suhr, Rastede
Ich finde die Überschrift „Klimawandel kein Anlass für Panikmache“, mit welcher Sie den Artikel zur Ausstellung im Landesmuseum Natur und Mensch betitelt haben, sehr verfälschend.
Bezüglich des Klimawandels müssen wir global denken und handeln, nicht „norddeutsch“. Ihre Schlagzeile hingegen stärkt eine Haltung des Nichtbetroffenseins unter den Lesern, deren Verbreitung wohl nicht Ziel der Ausstellung ist.
Lisa Poelker, Oldenburg
Sicherlich besteht kein Grund zur völligen Panik, jedoch vermittelt ihr Artikel einen falschen Eindruck. Ein sofortiges Handeln ist nötig, um Mensch und andere Lebewesen vor schlimmeren Folgen zu schützen! Den Arbeiten von Dr. Ritzau können Sie genau entnehmen, dass viele Arten abhängig von bestimmten Wirtspflanzen und Lebensräumen sind. Einige Wissenschaftler sprechen davon, dass der prognostizierte Klimawandel eine besondere Gefahr für niedrigere gelegene Gebiete wie Niedersachsen darstellt und einen Lebensraumverlust von Mensch und Tier mit sich zieht. Mit einfachen Deichbauten wird es nicht getan sein. Ein Umdenken der Bevölkerung und Industrie muss einher gehen und endlich gehandelt werden. Im Übrigen ist es auch wirtschaftlich um einiges günstiger, jetzt strikte Lösungen zu suchen, anstatt später die Kosten zu bezahlen oder sie von unseren Enkeln bezahlen zu lassen!
S. Schwarz, Oldenburg
