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Kontroverse Diskussion zu Stellenabbau bei Enercon

16.11.2019
Betrifft: „Enercon streicht 3000 Jobs – Windenergie: Allein 1500 Stellen in Ostfriesland betroffen – Belegschaft entsetzt“, Titelseite, 9. November, sowie weitere Berichte

Wenn der Leser/-in die Zeilen überdenkt, mit welcher Sorge (...) die IG Metall hofft, Arbeitsplätze zu erhalten oder vielleicht gar zu retten, der sollte sich mal lieber nicht auf die Schwa­droneure aus der Frankfurter Lyoner Straße (...) verlassen (...).

Wie war es in Oldenburg? Bahlsen tot. 200 Jobs weg. Brandt-Werft tot. 80 Jobs tot. Bahnwerk weg – 480 Jobs weg. Glashütte tot – 500 Jobs tot. AEG exitus – IG Metall große Klappe – alle 3200 Jobs tot. Hüppe tot. 2000 Jobs weg. Für immer. Was haben alle diese Todesfälle gemeinsam? Ganz einfach: In allen hatte die IG Metall ihre (...) Finger im Spiel. (...)

Dumm nur, wer älter ist als 45, hat keine Chance mehr, einen bezahlten Tarifarbeitsplatz zu bekommen. Jeder Personaler macht auf jeder Personalakte ein rotes Fähnchen: Kann wegfallen, zu alt, zu lahm... Ausmustern bei der nächsten Gelegenheit... Mit Merkels Segen. Zukunft Deutschland.

So wird’s mit den Aurichern auch geschehen. Traurig. Fördern und fordern? Nix da, die Millionen Reserven des Bundes in Nürnberg bleiben in der Bundeskasse für die Beamten als Notgroschen. Hat der Personalrat beschlossen. Und Aurich? Mein Gott, bei der Wirtschaftslage kommt’s auf die auch nicht mehr an. (...)

Hilmar Kluß-Döpel
Oldenburg

„Althusmann sieht Enercon in der Pflicht“: Wieder eine Geschichte, die ganz klar vorhersehbar war. Letztes Jahr hätte man politisch noch etwas bewegen können. Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen.

Enercon – eine Ideenschmiede aus Ostfriesland, die Windkraft erst wirtschaftlich gemacht hat, aufgebaut auch mit Hilfe unserer Steuergelder. Die 20 Jahre EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) sind noch nicht vorüber, da zerstören wir das, was wir aufgebaut haben.

Wir alle wollen günstige Energie natürlich aus der Steckdose, aber nicht produziert vor unserer Haustür. Wir wissen natürlich, was für uns gut ist: kein Atomstrom, kein Plastik, keine Emissionen... und natürlich eine schöne Welt, so wie wir sie uns vorstellen. Leider geht dies nicht ohne Kompromisse.

Vor 100 Jahren stand in unserer Region in jedem Dorf eine kleine Windmühle ohne Baugenehmigung und ohne die Nachbarn gefragt zu haben. Einfach aus wirtschaftlichen Gründen. Auch jetzt müssen wir aus wirtschaftlichen Gründen handeln, alle wollen günstigen, grünen Strom. Wir können ihn hier vor Ort unter idealen Bedingungen produzieren, wir müssen es nur zulassen und natürlich auch durchleiten (Stromtransit). Aber es ist so schön einfach, mit dem Finger darauf zu zeigen, nach der Politik zu rufen und selbst weiterzumachen wie bisher.

Einen „kleinen“ Vorteil hat das Ganze, wir machen die Welt mit unseren Ideen und Steuergeldern grüner. Siehe Solarindustrie, von uns in Ostdeutschland aufgebaut und komplett nach China ausverkauft. Bei Windkraft sind wir da auch auf dem besten Wege! „Ich glaube, uns geht’s zu gut.“

Bernd Böschen
Nordenham

(...) So positiv die Windkraft auch sein mag, um unsere Umwelt (...) im Gleichgewicht zu halten, so pervers ist wieder einmal der Ruf nach staatlicher Unterstützung für einen großen und bekannten Konzern, hier Enercon. Es ist schlimm, wenn 3000 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen (...). Das zeigt einmal mehr, dass sobald Konzerne den Zenit der möglichen Gewinne eingefahren haben, diese die Menschen nicht mehr benötigen, die für den unvorstellbaren Gewinn gesorgt haben. Nein, diese Menschen werden als Druckmittel eingesetzt, dass der Staat, nein der Bürger allgemein, dafür zu sorgen hat, dass der Konzern weiter Gewinne machen kann und der Angestellte großzügig sein Gehalt erhält, bis das Unternehmen erneut mit Entlassungen droht.

(...) Die Windkraftbranche war von vornherein nicht lebensfähig. Diese Unternehmen mussten von Anfang an Subventionen einkalkulieren. EEG-Umlage, überhöhte Strompreise, die in Europa bis auf wenige ihresgleichen suchen, und trotzdem ist die Windkraftbranche nicht in der Lage, sich dem Gesetz des Marktes zu stellen (...). Interessant ist, dass anscheinend durch EEG-Umlagen und sonstige Zuwendungen Konzerne wie Enercon enorm hohe Gewinne einfahren können. Wo sind diese geblieben? Genau, in einer Stiftung!

In Zeiten, wo es für Unternehmen nicht so gut läuft, sollten jetzt die Gewinne (...) das Unternehmen und deren Mitarbeiter unterstützen. Aber nein, jetzt soll der Staat (...) das Unternehmen stützen, denn wenn nicht, dann werden 3000 Menschen ihre Arbeit verlieren. (...)

Menschen (...) zum Ball der Politik machen, ist mies und Sie, Herr Lies, machen sich gerade zum Mitspieler.

Eugen Plum
Sedelsberg

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