Trotz der freundlichen Überschrift haben wir mit Befremden in der NWZ vom 16. April 2019 die unseres Erachtens in weiten Teilen nicht gerecht werdende Konzertkritik des uns nicht bekannten Andreas A. Schweiberer gelesen. Wir hatten übereinstimmend den Eindruck, dass er auf einer anderen Veranstaltung war. Nicht einmal ansatzweise hat er die tief empfundene Berührung und die spontane Begeisterung des sicherlich zum größeren Teil sachkundigen Publikums eingefangen und wiedergegeben. Nicht umsonst wurde die Pianistin Nina Tichman zum wiederholten Mal mit ihrem gleichermaßen gefühlvollen und technisch brillanten Vortrag enthusiastisch bejubelt. Stattdessen jongliert der selbst ernannte Experte mit gerade bei Musikkritikern allzu beliebten nichtssagenden Floskeln („gemäßigter und temperierter Schubert“, ... „die eher virtuose und gebremste Herangehensweise verschluckt ein wenig das, was an Schubert aggressiv, wild und brutal(?) ist“ „... so klang das Menuett der c-Moll Sonate D 958 keineswegs grotesk, sondern eher wunderlich...“ etc.) und würdigt mit seinen mäkelnden, wichtigtuerischen Anmerkungen das berührende, stimmungsvolle Konzertereignis und die großartige künstlerische Leistung herab. (...)
Wir sind jedenfalls nach dem Konzert erfüllt von Warfleth nach Edewecht zurückgekehrt.
