„Islamkunde als Mittel gegen Extremismus – Bildung: Am Osnabrücker Institut für Islamische Theologie bildet der Staat Islamexperten aus“, Niedersachsen, 22. Juli

Wenn ich richtig informiert bin, wollten Politiker in Deutschland Imame nach unseren Vorgaben ausbilden. In Wirklichkeit ist es erschreckend, wie blauäugig und dilettantisch der Umgang mit dem Problem ist.

Der Koran ist – in arabischer Sprache – das Buch aller Muslime. Jedes Wort ist heilig, unveränderbar. Das, was Imamen an unseren Universitäten gelehrt wird, ist für gläubige Muslime eine Irrlehre und unannehmbar.

Millionen wurden für die Ausbildung von Imamen verballert. Sie sollten Rüstzeug für einen neuen Islam bringen, in Moscheen predigen. Doch die Imame kommen weiter aus der Türkei und dem arabisch sprechenden Raum. Wo ist ein in Deutschland ausgebildeter Imam, der in einer Moschee lehrt? Jetzt sollen sie in die Schulen, doch nur vier in ganz Niedersachsen bieten Islamunterricht an. Muslime werden nach wie vor in Moscheen unterrichtet.

Studentinnen studieren für ein Lehramt, tragen aus Überzeugung ein Kopftuch, das in vielen Schulen verboten ist. Ist es richtig, dass wir die, die in erster Linie dem Koran und Erdogan dienen, in den Staatsdienst übernehmen? (...)

Der Koran ist das Buch der Muslime und davon weichen sie keinen Jota ab. Das Neue Testament, auf das wir stolz sein dürfen, ist das Buch der Christen. Setzt euch mit gläubigen Muslimen, die euch nicht nach dem Munde reden, an einen Tisch und diskutiert die Probleme in aller Deutlichkeit. (...)

Hermann Bischof Bramsche