„Neuer Fleischatlas – EU ist gefordert“, Kommentar von Tobias Schmidt, Meinung, 11. Januar

Die Erhöhung des Fleischpreises – etwa durch Anhebung der Mehrwertsteuer – belastet keineswegs besonders einkommensschwache Familien, wenn ein Teil der täglich verzehrten Fleischmenge durch hocheiweißreiche pflanzliche Produkte wie Hülsenfrüchte und Getreide ersetzt wird. Denn die Kosten für das Essen würden sinken, da Erbsen, Linsen, Bohnen etc. im Einkauf preislich günstiger sind als Fleisch. Dadurch kann der Aufpreis mehr als ausgeglichen werden. Entscheidend ist allerdings die Bereitschaft, die Ernährung umzustellen, das gilt für wohlhabende wie einkommensschwache Familien gleichermaßen. Es würde die Umwelt und die Gesundheit der Nutztiere sowie die des Verbrauchers schonen, der im Schnitt das Doppelte bis Vierfache der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Fleischmenge konsumiert.

Dr. Hans-Heinrich Fiedler Oldenburg