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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Kostenfreie Corona-Tests als Streitpunkt

08.08.2020
Betrifft: „Gesundheitsminister mit kranker Idee“, Kommentar von Gaby Schneider-Schelling zur entbrannten Diskussion über kostenfreie Corona-Tests für Reise-Rückkehrer aus allen Risikogebieten, Meinung, 29. Juli

Nun muss ich mich doch auch noch zu Wort melden. Ich bin der Verfasserin so dankbar! Jemand, der so unvernünftig ist, in den Urlaub zu fliegen, soll gefälligst die Kosten für einen hoffentlich verpflichtenden Corona-Test bitte selber zahlen! Herr Spahn hat wohl zu heiß geduscht.

Wenn Gesundheit keine Frage des Geldes sein darf, dann sollte er die Zahlung wirklich wichtiger Vorsorgeuntersuchungen, zum Beispiel beim Frauenarzt, wieder von den Krankenkassen übernehmen lassen! Diese kosten nicht mal 50 Euro. Und die Folgekosten einer Erkrankung, weil sich diese Vorsorgeuntersuchungen so manche nicht leisten können, sind wesentlich höher.

Alles andere haben die anderen LeserInnen bereits geschrieben.

Monika Lehmann Oldenburg

Es klappt doch immer wieder. Die reflexartigen Reaktionen auf unverblümte Stammtischrhetorik scheinen ganz offensichtlich genetisch bedingt zu sein.

Frau Schneider-Schelling schreibt von der Unvernunft Einzelner, für die alle zur Kasse gebeten werden, und die Leser überschlagen sich mit Zustimmung und Beifall.

Gilt Spahns Argument, dass Gesundheit keine Frage des Geldbeutels sein darf, wirklich nur für brave Bürger, die sich an die geltenden Regeln halten? Was ist mit „wagemutigen“ Rauchern, Übergewichtigen, Alkoholikern, Drogenabhängigen oder Hobbysportlern, die sich beim Skilaufen die Haxen brechen?

Geht es hier wirklich um „horrende Kosten“, die den Staat, die Krankenkassen und letztendlich die „Solidargemeinschaft aller Steuerzahler und Versicherten“ belasten, oder wird hier nur der kleine Neid auf einige wenige, die sich nicht an geltende Regeln halten und falsch parken, zu schnell fahren oder eben nach Transsylvanien reisen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden, bedient?

Zwei, drei reißerische Schlagwörter und wir vergessen sofort die Vorzüge eines Systems, das aufgrund seiner traditionellen Stärke auch mal eine unverständliche Idee des Gesundheitsministers verkraftet, aber (!) von dem wir letztendlich alle profitieren, wenn es mal ernst wird. Für mich haben die Regierung und der Bundesgesundheitsminister bisher einen guten Job gemacht, und die „kranke Idee“ ist, selbst als Wortspiel, im allgemeinen Sprachgebrauch eine sehr abwertende Formulierung. Ist das gewollt?

Ganz offensichtlich trifft der Bericht in dieser Form auf ausgetrockneten Boden und wieder fallen ein paar mehr Hemmungen von „besorgten“ und „machtlosen“ Mitbürgern.

Peter Brödje Hude

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