Ich stimme Ihrem Kommentar voll und ganz zu, es ist brandgefährlich, was dort in der Ukraine geschieht.
Anzumerken ist noch, dass die Sanktionen bisher absolut nichts gebracht haben. Mir ist auch kein Fall in den letzten 50 Jahren bekannt, in dem Sanktionen, gegen wen auch immer, jemals etwas genutzt haben. Aber Gespräche der Konfliktparteien sind manchmal erfolgreich, wenn beide Seiten zu Kompromissen bereit sind und rhetorisch abrüsten.
Man/frau könnte doch auch unter strenger internationaler Aufsicht in der Ostukraine und der Krim abstimmen lassen, was die Bevölkerung denn nun will.
Ein sehr gelungener Kommentar zur amerikanischen Außenpolitik, die nicht mehr durch die Demokraten, sondern durch die Republikaner gesteuert wird.
Barack Obama hätte die Möglichkeit, seinem Ruf als Friedensnobelpreisträger gerecht zu werden, indem er mehr Fingerspitzengefühl im Falle der Ukraine und Russland entwickeln würde.
Da er aber in beiden Häusern seine Mehrheit verloren hat, versucht er den Spagat zwischen den Problemen in der Innen- (...) und einer verkorksten Außenpolitik (...).
Das Vetorecht kann niemals aktiv, sondern immer nur reaktiv eingesetzt werden.
Die Ukraine hat es versäumt, nach der Verselbstständigung die Transformation der Gesellschaft voranzutreiben, um nicht den Oligarchen das politische Feld zu überlassen.
Der Maidan-Protest wurde sehr dilettantisch gehandhabt und ist immer noch nicht geregelt. Die Ausgrenzung von Volksgruppen wird sich rächen (siehe Irak).
Der Waffenindustrie in den USA ist es egal, wer welche Waffen bekommt. Hauptsache, die Lager werden geräumt für noch effizientere Systeme.
Europa ist jetzt mehr denn je in der Pflicht, sich gegen dieses amerikanische Abenteuer zu stellen und einen Krieg auf europäischem Boden zu verhindern, und zwar selbstbewusst.
Auf diesen Kommentar von Alexander Will habe ich schon lange gewartet.
Hoffentlich bleibt es nicht nur eine Einzelstimme, die endlich auch die Regierung der Ukraine auffordert, konstruktive Verhandlungen mit den Separatisten aufzunehmen. Auch die deutsche Regierung und Brüssel sind gefragt, deutlich zu machen, dass jede weitere Eskalation des Konflikts unterbunden werden muss. Mit den angekündigten Mobilmachungen, mit neuen Waffenlieferungen und einseitigen Freundschaftsbekundungen werden völlig falsche Signale gesetzt.
Ich schätze Frau Merkel als Person sehr, wie aber kann sie derartig überheblich und vermessen sein und noch mehr Sanktionen gegen Russland anstreben?
Die Kanzlerin hat keine guten Berater, und sie scheint da sehr verbohrt eingleisig zu sein.
Was ist denn aus den Versprechungen geworden, die der Westen Russland vor nunmehr 25 Jahren gegeben hat, die Nato nicht weiter gegen Russland auszuweiten? Die Reaktionen von Herrn Putin erscheinen mir da durchaus verständlich.
Was treibt einen großen Teil von Westeuropa an, die Verlogenheit der USA derartig zu unterstützen, ja, ihr „Büttel“ zu sein?
Ohne Russland hätte es damals keine deutsche Wiedervereinigung gegeben. Russland gehört zu Europa.
