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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Kritik muss auch gegenüber Israel zulässig sein

08.07.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-07-08T05:09:20Z

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Kritik muss auch gegenüber Israel zulässig sein

Betrifft: „,Moskau deckt unsere Erzfeinde‘ – Naher Osten: Der israelische Sicherheitsexperte Arye Sharuz Shalicar im Gespräch“, Meinung, 29. Juni

Herr Shalicar spricht von militanten Gruppen und Terrororganisationen „um uns herum“ und erwähnt mit keinem Wort die Militanz, den Terror, den Israel täglich gegen die Palästinenser zeigt, bis hin zu militanten Siedlern, die rechtswidrig auf geraubtem Land bauen.

Das veröffentliche Foto von Hizb-Kämpfern ist ebenfalls kein Beweis, noch dazu von der NWZ oder ihm manipulativ ausgewählt! (Es wäre wünschenswert, ein ähnliches mit „eingeschworenen“ jüdischen Soldaten zu veröffentlichen.)

Die Bemerkung der Aufrüstung durch Iran ist lächerlich, wenn man die Aufrüstung Israels durch die USA und EU erwähnt – bis hin zu mehr als 200 Atombomben. Überhaupt wird Iran als „nuklearer Aufrüster“ hingestellt, obwohl es nicht einmal eine Atombombe besitzt.

Der Abteilungsleiter für Internationale Beziehungen verfälscht die Bedrohung Israels bis zur glatten Lüge und demonstriert seine einseitige Sichtweise bis hin zur Falschdarstellung bekannter Tatsachen. Wer die Staaten in Nahost bedroht, sind eindeutig die USA und Israel.

Wieso Russland der „Schirmherr der ärgsten Feinde Israels“ sein soll, weil Baschar al-Assad als gewählter Präsident Syriens allein Russland um Hilfe bat, nicht die USA oder die Nato, die mit ihren Bombardierungen Syriens ohne UN-Mandat eindeutig gegen Völkerrecht verstoßen, bleibt dem Leser ein Rätsel.

Heide Sommer
Oldenburg

Betrifft: Antwort von Alexander Will zum Leserbrief von Hans-Hermann Heisterhagen über die Forderung des Zentralrats der Juden, einen Antisemitismusbeauftragten im Kanzleramt zu installieren, Meinung, 28. Juni

Die Versuche von Herrn Will, berechtigte Kritik an Handlungen des Staates Israel als verdeckten Antisemitismus darzustellen beziehungsweise Kritikern direkt oder indirekt ein entsprechendes Gedankengut zu unterstellen, also Kritik am Staat Israel durch diesen unterstellten Zusammenhang möglichst zu unterbinden, wird vermutlich nicht den von Herrn Will erhofften Erfolg haben.

Zumal dann nicht, wenn der Staat Israel immer wieder völkerrechtswidrige Handlungen vornimmt und die Rechte Dritter „mit Füßen tritt“, siehe zum Beispiel die wiederholte illegale Landnahme, Nichtbeachtung von UN-Resolutionen. Berechtigte Kritik an staatlichen Handlungen muss – auch gegenüber Israel – zulässig sein und bleiben. Unrecht bleibt Unrecht, auch dann, wenn Kritik nicht erwünscht ist.

Horst Dormann
Rastede