„Schließlich muss der neue Wilhelmshavener Tiefwasserhafen ordentlich an das Straßennetz angebunden werden.“ Daraus ist wohl zu schließen, dass der Jade-Weser-Port trotz der direkt in den Hafen führenden A 29 nicht ordentlich an das Straßennetz angebunden ist. Das Verkehrsgewerbe fordert für eine (...) Anbindung den Bau der Küstenautobahn A 20.
Da jedoch mehr als 75 Prozent der Güter aus den deutschen Seehäfen die Richtung Nord-Süd beziehungsweise Süd-Nord haben, bringt eine West-Ost beziehungsweise Ost-West verlaufende A 20 kaum einen Mehrwert. Nur vier Prozent der Waren werden in (...) dieser Richtung abgewickelt.
Auch gibt es heute in Arhus, Göteborg und Danzig Tiefwasserhäfen, die von den Containerschiffen unter Volllast angefahren werden können und auch wöchentlich angefahren werden. So sollte der Jade-Weser-Port sämtliche Containerschiffe mit einem Tiefgang von mehr als 15 Meter auf sich ziehen und deren Ladung im Ship-to-Ship System auf Feederschiffen Richtung Ost- und Nordeuropa verbringen können.
Eine A 20 verführt höchstens zu Lkw- statt Seetransporten und trägt zusätzlich zum Klimawandel bei. Unumkehrbare Eingriffe in die Natur und die Lebenswertigkeit vieler Menschen können dann vermieden werden: Elb- und Weservertiefung und die Küstenautobahn durch Nordniedersachsen sind nicht notwendig, sondern eine blanke Geldverschwendung.
