• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Stichwahlen in drei Gemeinden entschieden
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 5 Minuten.

Wahlen In Westerstede, Rastede Und Molbergen
Stichwahlen in drei Gemeinden entschieden

NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Kulturpolitik-Kritik trifft Nerv der Bürger

23.02.2019
Betrifft: „Ratlos, planlos und sinnlos – Oldenburgs Kulturpolitik ist ein Desaster – Und ein Kulturdezernent fehlt“, Analyse von Dr. Reinhard Tschapke, Meinung, 19. Fe­bruar

Selten hat mich ein Beitrag so erfreut wie dieser heute. Jeder Satz ist – ohne Übertreibung – ein Kleinod. Ich habe eine Kiste mit besonderen Zeitungsartikeln. Dieser liegt schon darin.Regine Holtschmidt
Oldenburg

Seit 40 Jahren verfolgen mein Mann und ich das Oldenburger Kulturleben. Noch nie hat uns jemand – öffentlich – so aus der „Kultur“-Seele gesprochen! Vielen Dank!

Zum Thema Architektur: auch hätten wir nicht gedacht, dass man die Tristesse des Waffenplatzes mit viel Geld noch überbieten kann!

Gisela und Manfred           Buchmesser
Oldenburg

Es ist dankenswert, dass Herr Dr. Tschapke die Schwächen der Oldenburger Kulturpolitik in’s Licht rückt. Die liegen aber doch tiefer als persönliche Befindlichkeiten. Die Personalpolitik des Verwaltungschefs sei dahingestellt, aber gestandene Führungskräfte werden immer noch an Kompetenz gemessen, nicht an Pflegeleichtigkeit. Ich behaupte, dass das mittlerweile auf der Ebene der Aktiven verstanden ist.

Was unser Stadtmuseum betrifft, ein „Plan für den Inhalt“ ist durchaus da, nur vielleicht zu einfach für jemanden, der von Ämtern dicke Konzepte gewöhnt ist: mehr und organisierbarer Raum als Treffpunkt und Forum, für Stadtgeschichte, Sonderausstellung und Vermittlung, dazu gute Anbindung an die Villen; alles mehrfach offen dargelegt und seit langen Jahren überfällig.

Im Gegensatz zu solcher Schlichtheit hat der füllige „Masterplan“ von Herrn Schumacher zwar ein zähes Leben, aber keine konstruktive Wirkung. Und damit sind wir bei dem Grundübel: Mit klassischem Verwaltungshandeln wird niemand dem Thema Kultur gerecht. Weshalb gilt die Ära Dr. Seeber als legendär? Weil es seine Ausnahmebegabung war, unkonventionelle Ideen zu haben, sie aber auch beharrlich selbst gegen deutliche Widerstände durchzusetzen. (Heute hängt eine Dezernatsleitung offenbar von der persönlichen Sympathie eines allmächtigen und nicht begründungspflichtigen Chefs ab.)

Kultur braucht dringend mehr persönlich engagierte Stimmen im Rat und in der Verwaltung. Sonst dürfen wir uns nicht wundern, wenn gute Kräfte abwandern und Chancen zur Entwicklung vertan werden.

Ivo Kügel
Oldenburg

Ratlos, planlos, sinnlos und dumm... möchte ich ergänzen, dazu ein großes Bravo und ein noch größeres Dankeschön für diesen hervorragenden (und im Grunde seit Langem überfälligen) Aufsatz!! Unglaublich vielen Menschen haben Sie aus der Seele geschrieben. Allein die heutigen Gespräche mit Freunden und Mitmusikanten zeigten eine durchschlagende Wirkung. Nur ob selbst solche Geschütze bei der notorisch beratungsresistenten „Stadtführung“ Wirkung zeigen? Aber bekanntermaßen stirbt ja die Hoffnung zuletzt.

Christian Röhlig
Oldenburg

Sie sprechen mir aus der Seele. Es ist ein Genuss, Ihren Beitrag zu lesen. Fachlich, sachlich eine Punktlandung. Sprachlich eine Freude.

Rainer Othold
Rastede

Sie sprechen mir mit Ihrem Artikel aus der Seele. Dieser OB bereichert die Stadt Oldenburg mit seinen Entscheidungen wirklich nicht und leidet an Selbstüberschätzung.

Edda Schnelle
Oldenburg

Ihren Bericht über die derzeitige Kulturpolitik in unserer Stadt habe ich mit großem Interesse gelesen. Alle im Oldenburger Kulturleben Engagierten denken gerne an die Zeit zurück als es noch einen Kulturdezernenten Ekkehardt Seeber gab, der mit Feingefühl und Sachverstand die differenten Interessen erfolgreich bediente. Die Besetzung der Leitung der Städtischen Museen mit einer Person ohne Erfahrung in praktischer Museumsarbeit zeugt von mangelnder Verantwortung sowohl für das Amt als auch für die Person selbst, die damit überfordert ist und nur beschädigt werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass der Stadtrat baldmöglichst die wichtigen und vielfältigen Aufgaben der Kulturarbeit unserer Stadt einem Dezernenten überträgt und nicht länger dem Oberbürgermeister als Nebenjob überlässt.

Ummo Francksen
Oldenburg

Wie sehr hat mir Ihr heutiger NWZ-Beitrag aus der Seele gesprochen! Danke dafür!

Das, was Sie beschreiben, beobachte ich als „geborener Oldenburger“ schon seit Jahren. Wenn man allein an die Behandlung des „Theaters Laboratorium“ durch die Stadtverantwortlichen denkt, der Wert von Kultur ist in Oldenburg nicht erkannt. Oder auch ein weiteres Feld, die ungeordnete und ungeplante Baukultur, dies schon seit Jahrzehnten (Stichwort: Hinterbebauung in wievielter Reihe!).

Aber was ist dagegen zu machen? Sie müssen am Ball bleiben und die Verantwortlichen aufrütteln, vielleicht kann dann auch der Bau eines „Stadtmuseum ohne Konzept“ verhindert werden. Nochmals vielen Dank!

Dr. Ralf Brückner
Kirchhatten

Betrifft: „Ratlose Oldenburger Kulturpolitik – Gastbeitrag: Bestsellerautor Klaus Modick erklärt, warum er als Berater des Kulturausschusses zurücktritt“, Kultur, 14. Februar

Der bitteren Bilanz des renommierten Autors Klaus Modick kann man nur zustimmen. Es ist schlicht eine Schande für eine Stadt wie Oldenburg mit Museen, Universität, Bibliotheken, Theater, Kulturzentren, Kunstverein, Jaspers-Haus und so weiter, keine Kulturdezernentin oder keinen Kulturdezernenten von Format zu haben, wie das der Fall war, als beispielsweise Martin Schumacher das Amt innehatte. Die Diffamierung des Alters, die aus der Stellungnahme des Oberbürgermeisters spricht, ist gleichfalls schändlich. Denn gerade die mit den Jahren wachsende Erfahrung ist eine gute Bedingung für ein reflektiertes Verhältnis zu Kultur und Kunst, das sich nicht auf „Event-Tam-Tam“ beschränkt.

Prof. Dr. Stefan           Müller-Doohm
Oldenburg

Leider muss ich der Meinung von Herrn Klaus Modick voll zustimmen. Die Berechnungen und dadurch ihre Bedeutung für eine so wichtige Angelegenheit wie die Kultur, ist nach wie vor nicht in die Quadratschädel der Ratsköpfe gedrungen. Ein kleines Gießkännchen nützt nichts, um daraus Geld an größere und kleine Institutionen zu verteilen.

So wie Bildungspolitik am Hungertuch nagt, tut dies noch mehr die Kultur. Vermutlich haben einige der Ratspolitiker/innen davon sagen hören, was es in Oldenburg an Kulturinstitutionen gibt, sind aber nicht deren Besucher. Wer ein geistig-seelisch ausgewogenes Limit hat, wird sich auch mit mehr auseinandersetzen können und wollen als mit Tabellen und Skalen. Bildung und Muse dringt nämlich in die Seele, was uns Menschen letztendlich ausmacht.

Marie-Luise de Roma
Oldenburg

Ich schätze Klaus Modick als Literaten ausdrücklich, bin aber umso mehr enttäuscht über seine Äußerungen anlässlich seines Rücktritts aus dem Kulturausschuss der Stadt Oldenburg. Seine Begründung ist für mich nicht nachvollziehbar. Ganz offensichtlich sind ihm die Entwicklungen des letzten Jahres in der Kulturszene Oldenburgs entgangen. Dies gilt insbesondere für die Verständigung der freien Kulturszene (insbesondere Creative Mass) mit dem Oberbürgermeister und der Kulturverwaltung. So hat man sich auf eine Nutzungsregelung für die Bauwerkhalle geeinigt, Mittel für neue Projekte zur Verfügung gestellt und einen Weg zur Förderung bestehender und neue freier Kultur entwickelt. Dass dabei auch ein Blick von außen durch externe Berater sinnvoll sein kann, beweisen zahlreiche positive Beispiele aus anderen Städten.

Zudem wird der Kulturbereich in der Stadt unter Oberbürgermeister Krogmann so hoch wie noch nie vorher gefördert. An dieser Entwicklung sind auch der Kulturausschuss sowie kulturpolitisch Engagierte wie der Verfasser dieses Briefes beteiligt. Es ist schade, dass Klaus Modick sich an diesem positiven Prozess nicht mehr beteiligen will.

Wolfgang Wulf
Oldenburg

Welch Wohltat das Wort „Kunst“ im Gastbeitrag von Klaus Modick gleich dreimal zu lesen, ist es doch ein Wort, das im Zusammenhang von Kulturpolitik überhaupt nicht mehr erscheint. Da spricht einer das Dilemma offen an, eben der Verlust eines Kulturdezernenten seit der Ära Schwandner. Die Geringschätzung von Kunst & Kultur äußert sich nicht nur in dem Fehlen, sondern genauso stark in den vergleichsweisen geringen Beträgen, die von der Oldenburger Politik für diesen Bereich ausgegeben werden.

Die Stadt Osnabrück zum Beispiel gibt pro Einwohner rund 20 Euro per anno mehr aus. Sich dem Thema der Kulturförderung zu stellen, ist sehr anspruchsvoll. Dazu braucht es Begriffsklärungen und Definitionen, damit sich überhaupt über Gleiches gestritten werden kann, es braucht ein Ziel des städtischen Willens und vor allem wesentlich mehr finanzielle Mittel. Es ist auch nicht nachvollziehbar, die Förderung der sogenannten „Freien Szene“ zu hinterfragen und die städtischen Eigenbetriebe im Feld der Kultur gänzlich außen vor zu lassen.

Das reicht zu Ende gedacht bis zum Neubau des Stadtmuseums. Das heißt, Modick hat vollkommen recht mit der Kritik am Fehlen eines Kulturdezernenten. Externe Berater haben – das sehen wir nicht nur bei der Bundeswehr – auch immer ihr Eigeninteresse, ihr Netzwerk und ihre Herkunft, was jeweils in deren Entscheidungen einfließt. Dann schon lieber engagierte und offene Lokalpolitiker, die den Mut haben zu fragen, wenn sie etwas nicht verstehen oder nicht wissen. Dann könnte zumindest mit offenen Karten gespielt werden.

Eckart Beinke
Oldenburg

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.