Berichte zur Revolution in Libyen

„Obama empfängt Al Kaida Kämpfer“. So ähnlich könnte in einigen Monaten die Schlagzeile lauten, wenn die so genannten libyschen „Rebellen“ mit freundlicher finanzieller Unterstützung der Bundesrepublik ihren Kampf für Freiheit und Demokratie gewonnen haben. (...)

In erster Linie handelt es sich um den Kampf unterschiedlicher Stämme um die Macht. Fatalerweise rekrutieren sich etliche militärische Führer der „Rebellen“ aus fundamentalistischen Islamisten, Dschihadisten, die Bin Laden, den Taliban und Al Kaida nahestehen, mancher war in amerikanischem Gewahrsam, zum Beispiel in Guantanamo. Die Aufständischen vom 17. Februar werfen G. die Verletzung islamischer Regeln vor, sei es bezüglich Kopftuch, Rolle der Frau, manche wollen König Idris wieder haben. Kein Wunder, dass die Journalistin Riedle im Stern auf die Frage, worum es den Demonstranten eigentlich gehe, schreibt: „Ich habe keinen einzigen Menschen getroffen, der von Demokratie gesprochen hat. Die Frauen werden Angst haben müssen, dass das Land fundamentalistischer wird.“ (...)

Wolfgang Müller, Bad Zwischenahn