„Ministerin: ,Leute, esst Wildschwein!’“, Titelseite, 26. Januar

Ursache für die zugegeben viel zu hohen Bestände bei den Wildsauen ist ausschließlich der enorme Anstieg beim Maisanbau, der durch dessen Verwendung in den Biogasanlagen wahre Rekorde erreicht hat. Die Sauen haben dadurch Deckung und Äsung im Überfluss und sind nur schwer bejagbar. Die Lösung für dieses Problem ist längst gefunden; der Mais für die Biogasanlagen muss durch Blühpflanzenmischungen ersetzt werden (...). Da diese Pflanzen mehrjährig sind, ergeben sich etliche Vorteile. Der Arbeitsaufwand für den Landwirt ist erheblich geringer. Die Flächen sind durch ihre Blütenpracht richtige Insektenparadiese und würden die Grundlage zur Erholung von Fauna und Flora bilden. Durch den mindestens achtmonatigen Wuchs entnehmen diese Pflanzen bedeutend mehr Nitrat aus dem Boden als der Mais – was zumindest einen Teil der Gülleproblematik lösen würde. Für die Sauen bieten diese Flächen nur noch Deckung – zur Äsung müssen sie diese verlassen und sind dann wieder einfacher bejagbar. Die Erklärung, warum man diese Flächen noch nicht sieht, ist denkbar einfach: jeder Landwirt erleidet bei Verwendung dieses Blühpflanzensubstrates in seiner Biogasanlage einen finanziellen Verlust von 300 Euro pro Hektar und Jahr – das ist wirtschaftlich nicht zumutbar. Der Bau der Biogasanlagen ist Folge politischer Entscheidungen und daher ist auch die Politik verantwortlich für die daraus resultierenden negativen Folgen und deren Korrekturen. Die finanziellen Verluste müssen durch großzügige Subventionen ausgeglichen werden. Ich bin mir sicher, dass wir dann in kürzester Zeit wieder blühende Landschaften haben werden. (...)

Wilfried Helmsen Wiefelstede

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(...) Viren sind eigentlich nicht lebendig. Sie bestehen aus wenig Material, das Ähnlichkeit mit dem der Zellkerne hat, deren Unterabschnitte die Gene sind. Davon haben Viren nur wenige, manche nur knapp 10. Sogar einfache Bakterien sind viel komplizierter, sie haben mehrere Tausend Gene. Viren benötigen fremde Zellen um „lebendig“ zu werden. Sie wandern in den Zellkern der fremden Zellen und beginnen ihren „Wirt“ zu steuern. Insbesondere werden die besetzten Zellen und ihre Zellkerne dazu missbraucht, neue Viren zu bilden. Das geht sehr schnell und die neuen Viren besetzen weitere Zellen, die weitere Viren bilden. Die Wirtszellen selbst gehen dadurch zugrunde. Der Organismus, dessen Wirtszellen missbraucht wurden, erkrankt davon. Die Viren sind dann überall in ihm – im Blut, im Urin, im Kot, im Schnupfen, im Atem, in seinem Fleisch. Manchmal stirbt der Befallene sogar. Je nachdem, wie aggressiv die Viren sind oder welche Abwehrkraft der erkrankte Organismus besitzt. Doch oft übersteht er die Erkrankung. Die Viren können in ihm bleiben und nichts passiert sonst. So können sich jahrelang Viren in Wildtieren halten und ausbreiten, ohne dass den Tieren etwas anzumerken ist.

Nehmen wir an, diese Wildschweine werden geschossen. Der Jäger verarbeitet sie. Er verteilt das Fleisch unter das Volk. Vielleicht hat er sogar selbst einen Mega-Schweinestall oder er ist Tierarzt für einen solchen. Frau Landwirschaftsministerin sagt, wir sollen viel Wildschwein essen. Besser könnten Viren nicht verteilt werden!

Dr. Lutz Neubauer Lohne