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23.11.2013
Betrifft: „Rückschlag“, Kommentar von Marco Seng zum Planungsstopp für die A 20, sowie „Richter stoppen A 20-Bau“, Titelseite und Meinung, 7. November

Immer wieder liest man von „Rückschlägen“ für die A 20. Ich sehe das eher als Glücksfälle an, denn für die A 20 gibt es doch gar keinen wirklichen Bedarf, zumindest nicht für die betroffene Bevölkerung. Und bezahlen kann sie auch keiner.

Es wird Zeit, die Finanzmittel für den Straßenbau in Deutschland an den richtigen Stellen einzusetzen. Es gibt so viel marode Straßen und Brücken, deren Instandsetzung in den nächsten Jahrzehnten so viel Geld kostet, dass für neue Straßen gar kein Geld mehr übrig ist.

Ich sehe es als fahrlässig an, dass man in diesem Zusammenhang immer wieder über die angebliche Notwendigkeit der A 20 schreibt. Die A 20 im Osten hat doch gezeigt, dass eine Autobahn keinen Aufschwung bringt. (...) Und das Argument für den Tourismus kann schon gar nicht gelten. Wenn ich in Urlaub fahre, freue ich mich auf Ruhe an meinem Urlaubsort, auch wenn ich die letzten 100 Kilometer auf einer gut ausgebauten Bundesstraße fahren „muss“ und mich schon langsam auf den Urlaub einstellen kann. Wie viele Orte würden wegen der Autobahn gar nicht mehr für Urlauber in Frage kommen?!

Und Entlastung für die A 1? Es war schon häufiger in Ihrer Zeitung zu lesen, dass auf der A 1 nach dem dreispurigen Ausbau, der erwartete Verkehr gar nicht eingetreten ist (...).

Die A 20 ist und bleibt, zumindest von uns bis zur Elbe, ein reines Prestigeobjekt, eine Transitstrecke und ein Milliardengrab. Die Stimmen gegen diese Autobahn mehren sich. (...) Ich bin dankbar für jede Fledermaus, die hilft, diesen Wahnsinn zu stoppen. (...)

Werner Wittje
Westerstede

(...) Wenn die Planungsbehörden schon beim Tierschutz versagen, was dürfen wir bei Großprojekten wie einer neuen, 100 Kilometer langen Autobahn durchs Moor erwarten? Sind die Baukosten dem Untergrund entsprechend kalkuliert? Müssen wir annehmen, dass die Verkehrszahlen wie bei der schon fertig gestellten A 20 auch mehr als das Doppelte zu hoch geschätzt werden?

Bei nicht schöngerechneten Schätzungen müsste die Planung sofort eingestellt werden und der Steuerzahler entkäme einer Mitgliedschaft im Verein von Berliner Flughafen, Stuttgarter Bahnhof und Hamburger Elbphilharmonie. (...) Immer mehr wissenschaftliche Studien kommen zum Schluss, dass der angeblich „konjunkturelle Aufschwung für die Region“ und die „wirtschaftlichen Impulse“ heute so (...) nicht mehr auftreten. Andere Faktoren spielen hier eine wesentlich wichtigere Rolle. Mit den eingesparten Milliarden Baukosten für die A 20 werden wir endlich alle maroden Straßen sanieren und bei Engpässen zusätzliche Spuren und Umfahrungen bauen können.

Dieter Schaetzle
Jade

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