„Suhrkamp geht auf Distanz zu Tellkamp“, Kultur, 10. März

Man muss Uwe Tellkamps These („Die meisten fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung, sondern kommen her, um in die Sozialsysteme einzuwandern, über 95 Prozent.“) nicht teilen, sie aber einfach den Positionen von AfD und Pegida zuzuordnen, um sich nicht argumentativ damit auseinanderzusetzen, entspricht kaum einer demokratischen, diskursiven Debattenkultur. Andere Ansichten einfach mit dem Stempel „Diskriminierung“, „Rassismus“, „Rechtsradikalismus“ zu versehen, entkräftet keine These.

Wenn es nicht mehr möglich ist, Probleme und Fragen zur Flüchtlingsfrage offen auszusprechen und sich mit ihnen argumentativ auseinanderzusetzen, treibt man der AfD mit Sicherheit weitere Wähler in die Arme. Schade!

Dr. Hans-Joachim Winzer Rastede