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Missverständnis liegt eher bei „Edeka“

01.02.2020
Betrifft: „Scheinheiliges Getue“, Kolumne von Karsten Krogmann zur Aufregung um den missverständlichen Edeka-Werbeslogan, Meinung, 29. Januar

Vielen Dank für Ihre sehr gelungene Kolumne.

Ein Aspekt/Effekt bezüglich der Bauernproteste und deren Ziele kommt mir momentan noch etwas zu kurz bzw. ist es wert, betrachtet zu werden. Der Bauernprotest und deren Unterstützung hat das Potenzial, unser aller Beitrag zum Klimaschutz zu sein.

Hat Ware einen höheren monetären Wert, so wird sie auch wertgeschätzt. Wertschätzung einer Ware/Lebensmittel funktioniert nun mal übers Portemonnaie. In dem Moment, wenn ein Kilo Kartoffeln/Äpfel nicht mehr billiger ist als ein Kugelschreiber, fängt der Verbraucher an stärker hauszuhalten. Unsere Omas wären niemals auf die Idee gekommen, übrig gebliebene Kartoffeln in den Müll zu tun – es gab am nächsten Tag Bratkartoffeln.

Beim Wocheneinkauf wird nicht mehr überlegt, was man möglicherweise demnächst essen möchte – der Rest kann ja dann im Müll entsorgt werden, sondern es wird gekauft, was gebraucht wird. Somit leistet wirklich jeder Verbraucher seinen kleinen Beitrag, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Selbstverständlich funktioniert diese Effektkette auch schon vor der Verbraucherentscheidung. Plötzlich tut es dem Lebensmitteleinzelhandel weh, Äpfel kistenweise zu entsorgen, wenn einer schlecht ist – es lohnt sich zu sortieren und nur Mangelware wegzuwerfen. Auch der nicht perfekte Apfel wäre es wieder wert, in die Auslage zu kommen, sodass die vorgelagerte Entsorgung vermeintlich minderwertiger Ware stark reduziert würde. Wenn man also auch nur den geringsten Effekt, den teurere Lebensmittel nach sich ziehen, annimmt, so ist es der, dass weniger im Müll landen wird.

Frauke Bielefeld Jade/Bollenhagen

Prof. Heinrich Nordhoff, in den 60er Jahren Generalbevollmächtigter von Volkswagen, sagte einmal: „Unsere Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie unsere Aktien kaufen und frech, weil sie auch noch Dividende fordern.“ Sind Bauern ebenfalls dumm und frech? Dumm, weil sie sich jahrzehntelang unter Mitwirkung von Politik, Wirtschaftsverbänden und den eigenen Interessensvertretungen haben systematisch ausbeuten lassen und frech, weil sie heute ihren gerechten Anteil fordern? Ich meine nicht. Und ich meine, dass ihre Empörung völlig zu Recht besteht und Teil einer beginnenden Gesellschaftsreform werden kann.

Der „Feldzug“ gegen die wahren Täter dieser kannibalistischen Machtwirtschaft (Verarbeiter, LEH, aber auch eigene Verbände und ganz besonders die Politik) ist gerade erst angelaufen und setzt hoffentlich noch weitere Kräfte frei. Auch aufseiten der Verbraucher ist spätestens jetzt eine Solidarisierung gefragt, die allerdings noch einer großflächigen Aufklärung bedarf. Ihm muss klargemacht werden, wer tatsächlich den wahren Preis bezahlt und er sich moralisch und ethisch bereits zum Mittäter gemacht hat. (...)

Wilfried Papenhusen Wildeshausen

Sie haben es in Ihrer Kolumne richtig auf den Punkt gebracht.

Was aber auch Sie nicht ganz verstanden haben, ist, dass auch die Entschuldigung Edekas scheinheilig ist. Das Ganze von Konzernseite auf den Ort Essen runterzubrechen, ist ja wohl genauso billig wie die von dem Konzern angebotenen Preise.

Es ist den (uns) Landwirten durchaus bewusst, dass damit der Ort gemeint war, da dasselbe Plakat auch in Großenkneten, Harpstedt etc. mit den jeweiligen Slogans zu sehen war. Wenn aber ein Konzern wie Edeka, der hauptsächlich Lebensmittel vertreibt, den günstigsten Preis als Belohnung propagiert, dann ist damit ja wohl eindeutig klar, dass es sich eben um Lebensmittel handelt und zwar im ganzen von Edeka beworbenen Gebiet.

Björn Abel Dötlingen

Wir haben Ihre Kolumne zum Thema „billige Lebensmittel“ gelesen und möchten uns einfach nur sehr herzlich dafür bedanken! Die Existenz vieler landwirtschaftlicher (Familien-) Betriebe ist tatsächlich bedroht; aber das haben Politik und Bauernverbände noch nicht verstanden!

Anja und Uwe Stollberg Jade

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