„Sieben Jahre Haft im Fall Höxter gefordert“, Panorama, 7. September

Ein fast beispielloses Verbrechen, das ich mir und viele Menschen in allen Einzelheiten und Ausführungen gar nicht vorstellen und auch nicht anhören möchte, was aber alle Beteiligten des Verfahrens und auch Ermittlungsbehörden tun müssen ja, über sich ergehen lassen müssen und die Opfer; die armen Frauen erst recht. Diese Abgründe der Perversionen mit der die Täter Tag für Tag, ganz normal leben konnten. Sie wurden nicht gezwungen, sie taten es aus Freude an Gewalt, am Quälen, Erniedrigen, Foltern, ergänzten sich vortrefflich, waren ein Team. Sie nahmen es billigend in Kauf, dass die Opfer sterben konnten, und spielten den Angehörigen und ihrer Umwelt ein Schmierentheater vor, betrogen und logen und vieles mehr. Am Ende aber zu feige, gerade zu stehen, schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Für diese Täter wollen die Anwälte nur ganze sieben Jahre beantragen? Und was soll die Psychiatrie für einen Sinn haben? Dass diese Anwälte sich nicht schämen, scheinbar erkennen sie den Sinn dieser Verhandlung nicht, es geht hier nicht um einen Wettbewerb mit der Staatsanwaltschaft, wer mit seinen Anträgen durchkommt. Es geht um Frauen, die in bestialischer Art und Weise mit Vorsatz und Heimtücke gelockt und über Jahre misshandelt und sogar daran gestorben sind. So etwas darf sich nicht wiederholen. Und von diesen Tätern schon gar nicht. Die Opfer, gerade wenn sie das Martyrium überleben, haben immer lebenslang, kein normales Leben ist mehr möglich, ein Trauma, schwer behindert, durch diese Täter. Es gibt Länder, wo man für falsches Denken schon horrende Strafen erhält (...).

Rolf Köhler Oldenburg