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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Moorbrand: Bürger fassungslos wegen Fahrlässigkeit

29.09.2018
Betrifft: „Moorbrand außer Kontrolle – Luftbelästigung: Rauch zieht erneut in den Nordwesten – Fenster und Türen schließen“, Titelseite, 19. September

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ ist die Aufforderung Immanuel Kants in Anlehnung an das lateinische Sprichwort „sapere aude“. Ich rufe es den Brandstiftern der Bundeswehr auf der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition in Meppen im Emsland zu. Wer befiehlt Waffentests bei der extremen Trockenheit dieses Sommers, unverantwortliche Befehle, blinder Gehorsam, Gedankenlosigkeit...? Mein Bild der Bundeswehr wird immer negativer.

Brigitte Richter
Sandkrug

(...) Ich bin zwiegespalten, ob ich über den Umstand lachen oder weinen sollte, dass der wahrscheinlich einzige einsatzbereite Hubschrauber der Bundeswehr in der Lage ist, mit einer Rakete ein ganzes Moor in Brand zu schießen, weil natürlich die Feuerwehr nicht einsatzbereit ist. Ist das schon Satire?

Nein, leider bittere Realität. Und was geschieht? Hören wir bedauernde Worte aus dem Verteidigungsministerium? Werden Schuldige gesucht und benannt? Wo ist der öffentliche Aufschrei?

Hätte eine Privatperson oder beispielsweise ein Campingplatzbetreiber im Rahmen eines Grillabends den Brand verursacht, er wäre öffentlich an den Pranger gestellt worden, wäre seiner Existenzgrundlage ledig und wirtschaftlich ruiniert.

Die NWZ hätte hier durchaus Gelegenheit (gehabt), über die Berichterstattung des reinen Sachverhalts hinaus kritische Fragen zu stellen.

Dies hätte ich mir auch gewünscht. Ist es nicht von öffentlichem Interesse, dass in wenigen Wochen wahrscheinlich Kohlenstoffe in einer Menge in die Luft gelangt sind, die ganz Oldenburg sonst in einem halben Jahr produziert? Ist es nicht von öffentlichem Interesse, dass auf skandalöse Weise Brandschutzvorschriften ignoriert wurden, obwohl akute Waldbrandgefahr bekannt war? Wer darf solche Entscheidungen treffen? Ist die Gesundheitsgefährdung einer ganzen Region nicht von öffentlichem Interesse? (...)

Jörg Uhrig
Wiefelstede

Hallo Herr Albers, Danke für Ihren Kommentar! Sie hätten es ruhig noch härter formulieren können! Wer verantwortet Raketentests bei großer Hitze, ohne vorher sorgfältig alle Sicherheitsmaßnahmen gründlich zu prüfen? Und das nach der Erfahrung von 2010? Es mangelt an Sorgfalt und Weitsicht! In China und Russland brennen Moorflächen seit Jahrzehnten. Wie will man das in Deutschland verhindern? Gibt es keine länderübergreifende Rettungskette in solchen Katastrophenfällen? Ich hoffe sehr, dass die Verantwortlichen öffentlich zur Rechenschaft gezogen werden! Und wer uns erzählen möchte, dass diese Luftverschmutzung uns nicht schadet, darf sich als Märchenerzähler bewerben!

Edeltraut Rinck
Oldenburg

Die Deppen von Meppen. Hatte der heiße Sommer auch die Hirne der zuständigen Militärs ausgetrocknet?

Anders läßt sich die „Trockenübung“ im Moor wohl nicht erklären.

Da wird doch tatsächlich angeordnet, Raketen vom Hubschrauber ins Moor zu schießen, ohne dass ein funktionsfähiges Löschfahrzeug zur Stelle war.

Was funktioniert eigentlich noch bei der Bundeswehr? Die Köpfe der Befehlsgeber und -empfänger anscheinend auch nicht mehr. Das eigene Land in Flammen schießen, die Bevölkerung wochenlang einräuchern, Unmengen von CO2 und Feinstaub freisetzen und nach 14 Tagen eine Luftanalyse anordnen, die mit Sicherheit zu dem Schluss kommt: „Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gesundheitsgefährdung“! (...)

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, denn zahlen wird wie immer der Steuerzahler.

Hans Peter Zimmer
Edewecht

Heute morgen lese ich auf Ihrer Internetseite einen Artikel zum Moorbrand in Stavern und muss mich mich doch sehr wundern: Da äußert sich Herr Lambert Brand, seines Zeichens Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, zu den Gefahren für Anwohner durch den Qualm dermaßen unqualifiziert, dass es einem Angst und Bange werden kann und ich es so nicht unkommentiert lassen möchte.

Er wird in dem Beitrag zitiert mit der Aussage: „Bei dem Feuer werden nur Torf und andere organische Stoffe verbrannt – das sind keine Gefahrenstoffe. Der Rauch belästige zwar und sei unangenehm, aber er stelle keine Gefahr dar.“ Das ist in meinen Augen totaler Unsinn und muss jetzt und hier der Bevölkerung deutlich gemacht werden, denn auch beim Abbrennen von organischem Material entstehen sehr wohl gesundheitsgefährdende Stoffe die nicht nur „unangenehm“ sind, sondern in dem Ausmaß wie in Stavern eine reale Gefahr darstellen (das sollte jedem klar sein). (...)

Manfred Dohle
Bremen

Wer so eine Bundeswehr hat, der braucht ja wohl keine Feinde mehr von außen!

Gaby Schulze
Bad Zwischenahn

„Ziel erfolgreich getroffen!“ – so kann es geheißen haben, als Deppen mit gefährlichem Spielzeug in knochentrockenem Moor hantierten.

Ein kleiner positiver Aspekt wird aber angesichts der laut Satellitenbild des Wetterdienstes bis Cuxhaven reichenden Rauchschwaden deutlich: Man erkennt, wohin die Abluft des ehemaligen Kernkraftwerks Lingen und vor allem die „spikes“, das sind die unregelmäßigen Abgaben von stark erhöhter Radioaktivität, geweht sind.

Helmut Staak
Oldenburg

(...) Dieser Skandal hat aber eine weitere Seite, die in der öffentlichen Debatte vollkommen ausgeblendet wird: Der Unfall besteht eben nur darin, dass keine funktionstüchtigen Löschfahrzeuge in der Nähe waren. Die Rakete dagegen hat offenbar einwandfrei funktioniert und zeigt nun die Wirkung, die seine Konstrukteure und Kunden – die Bundeswehr – sich erhofft haben.

Solche Waffen werden eben nicht gekauft, um im Emsland unter Laborbedingungen ein Feuerwerk zu machen, sondern um anderen Völkern genau das Inferno zu bescheren, dass nun „aus Versehen“ über das Emsland und weitere Teile des Nordwestens hereingebrochen ist.

Der Moorbrand im Emsland ist eine Katastrophe – er ist aber auch ein Fenster in die Zukunft. Deutschland und die Nato rüsten auf. Rüsten sich für einen neuen Krieg.

(...) Die Katastrophe im Emsland fordert die Solidarität mit den dort lebenden Menschen heraus. Sie fordert aber auch heraus, dieser imperialistischen Kriegsvorbereitung ein Ende zu machen.

André Jäger
Varel

Unvermögen oder Naivität? Wie kann man zu einer Zeit höchster Dürre (Brandschutzstufe 5 in Niedersachsen), dazu noch in einem Moorgebiet, scharfe Munition testen? Was für Zivilisten gilt, kein offenes Feuer in der Natur, sollte gerade bei der Bundeswehr höchsten Vorrang haben.

Unverständlich auch die marode Ausstattung von Löschfahrzeugen, geschweige keine Info an die Bevölkerung. Ist den Verantwortlichen bei der Bundeswehr Naturschutz so egal? Wer haftet? Wer wird zur Rechenschaft gezogen, wenn überhaupt!

Günter Last
Edewecht

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