Betrifft:
Berichterstattung über den Personalwechsel an der SPD-SpitzeWenn an Müntefering sein sozialdemokratischer „Stallgeruch“ gepriesen wird, fällt mir ein Ausspruch von Gerhard Schröder ein. Damals noch Juso-Vorsitzender, verglich er die SPD mit einem Schafstall: „Drinnen stinkt es zwar, aber es ist auch trocken und warm.“ Müntefering wärmt zwar vielleicht das kranke SPD-Herz, er lässt es aber bei vielen Mitgliedern und Anhängern bluten, steht die Partei doch mittlerweile für soziale Kälte nach innen und Bundeswehreinsatz nach außen. Münte hat jetzt die Aufgabe, mit rotem Schlips und Schal die Erinnerung an den kalten Putsch des Machtpolitikers Steinmeier wegzuwedeln.Beide werden gewiss zunächst die SPD aus dem totalen Umfrage-Tief holen (...), der Parteitag wird ihnen zujubeln, so wie er vor neun Monaten Beck (gegen Münte) zujubelte, aber Tatsache bleibt: Steinmeier und Müntefering haben als Verfasser bzw. Nachbeter der Agenda 2010 das SPD-Haus von sozialdemokratischen Inhalten entkernt (...).
Markus SchalkGoldenstedt
