Die Bundesländer Hessen und Bayern führen einen Gedenktag für Vertriebene ein. Es ist beschämend, dass auf Bundesebene ein solcher Gedenktag nicht in Sicht ist. Liegt es an mangelnder Aufklärung?
Polen vertreibt nach dem Zweiten Weltkrieg mit Waffengewalt circa zwölf bis 14 Millionen Menschen. Polen und andere Länder haben unter dem von Nazis verschuldeten Zweiten Weltkrieg unsäglich gelitten. Die Verursacher waren aber nicht die Vertriebenen, sondern Hitler mit seinen circa 150 000 führenden Nationalsozialisten, wie aus dem Kommentar des ZDF vom 11.11.03 um 21.45 Uhr hervorgeht. Das entspricht lediglich 0,2 Prozent der damaligen Gesamtbevölkerung. Demnach waren 99,8 Prozent nicht verantwortlich. Nachzulesen in dem Buch „Friede, Freude, Eierkuchen“ Schardt Verlag Oldenburg des Zeitzeugen Wolfgang Tape.
Der ehemalige polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski sagt nach einem Bericht der NWZ vom 28.05.2009: „Die Verwirklichung des Rechts auf Heimat würde zur Rückkehr der Deutschen in ihre Heimatländer Schlesien, Ost- und Westpreußen und Pommern führen.“ Da wird der damalige Niedersächsische Ministerpräsident McAllister deutlicher, wenn er in der NWZ vom 27.06.11 erklärt: „Die Vertreibung war Unrecht und ein Verstoß gegen das Völkerrecht.“
Nach einem Bericht der NWZ vom 11.10.2012 warnt Bundespräsident Joachim Gauck davor, die deutsche Schuld mit dem Thema Vertreibung zu vermischen. Gauck erinnert an das Schicksal der unschuldigen Menschen, die nach dem Krieg vertrieben wurden.
