„Wieder gescheitert“, Kommentar von Hans Begerow zur Bundespräsidentenwahl, Meinung 15. November, sowie weitere Berichte

Sie schreiben angesichts der Kandidatenkür zur Bundespräsidentenwahl „Angesichts der Stimmung in Teilen der Bevölkerung, die da oben würden alles ohnehin unter sich ausmachen, ist das keine schöne Perspektive“.

Da gehe ich ja ein Stück weit mit. Aber was wäre an diesem Eindruck anders, wenn von der Leyen gegen Steinmeier angetreten wäre? Die Abstimmung wäre enger, aber das „Establishment“ bliebe genau so unter sich. Aus Ihrer Argumentation heraus müsste man dann doch ein Stück weiter gehen und Kandidaten fordern, die zumindest nicht zur Kernmannschaft des Berliner Politikbetriebs gehören.

Henning Schmidt Sandkrug

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Ich frage mich, warum ein Nachgeben in der Wahl des zukünftigen Bundespräsidenten gleich zu solch bombastischer Wortwahl führen muss: „eine Niederlage, mit ihrer Strategie .... gescheitert, mit dem Nasenring durch die politische Manege geführt, hat sich Merkel fügen müssen“.

Wie oft müssen wir in unserem Leben Kompromisse schließen? Und doch besonders die Politiker. Hat nicht der Volksmund Weisheiten dagegen: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Der Klügere gibt nach.

Eckart Tardeck Wiefelstede

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Seit der Wahl Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika wird sich in der Welt der Außenpolitik vieles verändern. Auch, und vielleicht im Besonderen durch den bisher gut funktionierenden Dialog mit Deutschland.

Mehr denn je ist nun einer der erfahrensten und mit bester Reputation ausgestatteter Außenminister auf diesem explosiven Job gefragt. Aus diesem Grunde wäre es mehr als leichtsinnig, ausgerechnet jetzt Frank-Walter Steinmeier auf den rein repräsentativen Stuhl eines Bundespräsidenten wegzuloben. Das Ansinnen der SPD, Frank-Walter Steinmeier auf diesen Posten heben zu wollen, war sicherlich bis zur Wahl von Trump von keiner schlechten Absicht geprägt, wenngleich viel politisches Kalkül dahintersteckt.

Jetzt aber bläst uns ein nicht kalkulierbarer kalter Wind um die Nase, so dass sich die SPD schleunigst besinnen sollte, Herrn Steinmeier auch in naher Zukunft auf seinem sehr erfolgreichen Ministeramt als Außenpolitiker zu belassen.

Dort hat Herr Steinmeier eine viel wichtigere und für ihn sicherlich auch befriedigendere Aufgabe, nicht nur für Deutschland, sondern auch im europäischen Gesamtkonzert zu erfüllen.

Das momentane Gerangel, auch mit dem evtl. Kandidaten Schulz als Nachfolger von Herrn Steinmeier auf diesem Amt, ist absolut einer funktionierenden Außenpolitik unwürdig. Weiteres Gerangel ist in dieser verfahrenen Situation vorprogrammiert.

Karl-Heinz Broesamle Edewecht

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Wenn die NWZ  schon ein Interview mit Abgeordneten macht, wäre es schön gewesen, wenn man auch der Frage nach der Überversorgung nachgeht. Als Wulff ging, war die Aufregung groß, und alle wollten sofort die Überversorgung stoppen. Was ist seit 2012 passiert?

Ich hätte sehr gerne auf diese Frage die Antwort gelesen. Jetzt geht der nächste und stopft sich wieder die Taschen voll.

Hartmut Lohmüller Bockhorn

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Dies ist eine gute Nachricht und sie lässt hoffen. Bedeutet sie doch im Umkehrschluss, dass drei von vier Befragten Steinmeier als Bundespräsidenten nicht wollen.

Wieso aber nun die NWZ  in der Unterzeile und Herr Gröblinghoff im Kommentar auf Seite 4 aus lediglich 25 Prozent Zustimmung eine Mehrheit deutet, bleibt unverständlich. Recycling schön und gut: aber nicht alles, was alt ist, muss wiederverwendet werden. Für das höchste Amt im Staate wäre es das Beste, wenn uns diese phrasendreschende Schlaftablette Steinmeier erspart bleibt.

Ralf Flottmann Dötlingen