„Verblöden“, Kommentar von Reinhard Tschapke über Talkshows im deutschen Fernsehen nach dem Eklat bei der Diskussion über G20-Gewalt bei „Maischberger“, Meinung, 14. Juli

Moin moin, lieber Dr. Reinhard Tschapke, endlich Klartext! Danke dafür; nur was bringt es? Gerät man mit irgendwelchen Mitbürgern ins Diskutieren dieser hirnlosen und sinnlosen „Dauerprogramme“, merkt man, was in den manipulierten Hirnen schon alles „weggezüchtet“ ist.

Schade um die Sendezeiten – doch halt! Die Kosten dieser Sendungen dürften für die Sender extrem niedrig sein und billige Produktionskosten fördern wieder die Gewinne. Oder? Also wie überall – immer so weiter, koste es an geistigen Inhalten was es wolle! Ihnen wünscht meine Familie weiterhin ein solch glückliches Händchen, wie hier, beim herzhaften Anpacken!

Christian Röhlig Oldenburg

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Danke Herr Tschapke, für Ihren Kommentar. Für den, der Fernsehen nicht nur mit den Augen, sondern auch mit einem wachen Geist schaut, sind fast alle Talkshows eine Zumutung; ein nichtssagendes unbrauchbares Blabla für den gesunden Menschenverstand. Wir leben im Zeitalter der Inflation von Worten, in der man Gehörtes wie Gedrucktes in jedem Fall gründlich sortieren muss. Überhaupt bieten die zahlreichen Fernsehprogramme oft nur sehr wenig Sehenswürdigkeiten. Wer jedoch die Flimmerkiste als Schlafmittel braucht, ist ein inaktiver Lebenskünstler oder extravaganter, geistiger Schmalspurexperte.

Karl H. Gries Oldenburg

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Ein paar Zeilen auch von mir zu Ihrem gelungenen Kommentar in der NWZ zu der „Maischberger“ Talkshow, sowie zu diesem TV-Format überhaupt. Herr Bosbach von der CDU ist ein mit allen Wassern gewaschener Politprofi. Bosbach macht nie etwas, was ihm oder seiner Partei schaden könnte! Nicht umsonst ist Bosbach Talkshowkönig in deutschen TV-Anstalten.

Was allerdings die „Maischberger“-Redaktion sich dabei gedacht hat, die unsägliche Ultra-Altlinke Ditfurth an die Seite von Bosbach zu setzen, habe ich nicht verstanden. Maischberger muss sich fragen lassen, ob sie Krawall wollte, oder tatsächlich Infos über den brennenden Hamburger G20-Gipfel herausarbeiten wollte. Letzteres glaube ich Maischberger nicht! Sie wollte eine geile Show der Quote wegen!

Weil, wenn ich zwei Alphatiere wie Bosbach & Ditfurth in meine Sendung einlade, dann nehme ich billigend in Kauf, dass es im Studio lichterloh brennt! Beide spitzen gerne und persönlich zu. Die Altlinke Ditfurth ist gegen alles und für nichts.

Bosbach hält sein stramm konservatives Fähnchen der Ditfurth entgegen, und schon sind wir inmitten einer Krawallshow, deren seriöse Inhalte gleich Null sind. Bosbach ist angeblich beleidigt, und verlässt das Maischberger Studio.

„Mimose“ soll die Ditfurth Bosbach hinterher gezischelt haben.

Geschenkt!

Die Bitte Maischbergers an Ditfurth, doch das Studio auch zu verlassen, der sogenannten Parität wegen, wirkte absolut lächerlich, weil unprofessionell! (...) Fazit: TV-Talkshows im deutschen Fernsehen taugen nur bedingt, dem Konsumenten seriöse Informationen anzubieten. Die Quote ist (fast) alles!

Bis an mein Lebensende werde ich ein Freund gedruckter Tagezeitungen sein; die Auswahl ist groß, ich habe die Wahl! (...)

Dieter Schmidt Bad Zwischenahn

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Vielen Dank für Ihren heutigen, wieder einmal so treffenden Kommentar von Ihnen: „Talkshows – Verblöden“!

Über diese Sendungen im Fernsehen ärgere ich mich auch immer mehr. Die Auswahl der Gäste immer nach dem Prinzip: Seriöse gegen Krawallmacher / Nonne gegen Hure / Bürgerliche gegen Gescheiterte (am liebsten schon frühzeitig von Schule geflogen, besonders gern ohne Abschluss).

Und als ehemaliger Pädagoge staune ich immer wieder über die primitive, unprofessionelle „Fragetechnik“ der Moderatoren/innen: dominant, zentriert, oberlehrerhaft (19. Jahrhundert), sprunghaft, kein Gruppengespräch zulassend. Und wenn die Moderatoren/innen nicht mehr weiterwissen, drücken sie schnell auf einen Knopf und blenden irgendein Filmchen ein. Und das lassen sich so viele gestandene Politiker und Prominente gefallen! Meine Kursschüler früher auf der Oberstufe wären mir davon gelaufen! Ich sehe kaum noch eine Talkshow bis zum Ende. Ich schalte oft ab – und ärgere mich dann noch über mich selber, dass ich überhaupt eingeschaltet habe… Zeitverschwendung!

Weiter so mit Ihren Kommentaren!

Erhard Brüchert Ofen

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(...) Jutta Ditfurth hat doch vor 30 Jahren schon die Gemüter sehr erregt! Sie haben ja recht, dass in diesen Polit-Talkshows viel durcheinander geredet wird und die muss man sich wirklich nicht antun, es sei denn, es interessiert einen das Thema, wie zum Beispiel letzte Woche bei Dunja Hayali das Gespräch mit Thomas de Maizière und Herrn Ströbele sowie einem Polizisten aus Sachsen!

Aber es gibt auch sehr interessante Talkshows, zum Beispiel auf WDR oder MDR! Auf NDR hat es leider sehr nachgelassen...

Die Kochsendungen sind meiner Meinung mehr als überflüssig und können mit Talkshows nicht wirklich verglichen werden! Vielen Dank für Ihren Kommentar!

Iris Hellmann Oldenburg