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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Nitratbelastung ist besorgniserregend

04.03.2017
Betrifft: „Lies stützt empörte Bauern – Landwirtschaft: Minister sieht Aufstand gegen geplantes Wassergesetz als berechtigt“, Titelseite, 9. Februar

Lieber Olaf Lies! Das war nicht die feine englische Art so mit seinen MinisterkollegInnen in Land und Bund (Wenzel und Hendricks) umzugehen. Wie humorlos muss man eigentlich sein, wenn man diese Schüttelreime über Natur und Landwirtschaft mit „dämlichen Sprüchen“ abtut und behauptet, man wolle die Landwirte damit der Lächerlichkeit preisgeben.

Gar über „Bashing der Landwirtschaft“ zu schwadronieren, halte ich für weit über das Ziel hinausgeschossen. Über die Kampagne der Ministerin Hendricks und die Kosten kann man durchaus geteilter Meinung sein. (...) Frau Hendricks hat ihren Fehler eingesehen und sich sofort dafür entschuldigt. Stefan Wenzel hatte (...) bereits Entgegenkommen gezeigt.

Immerhin geht es um eine Klage der EU-Kommission gegen die Bundesrepublik zur Umsetzung der Wasserschutzrichtlinie. Soll für die Verfehlungen der Landwirte etwa wieder der Steuerzahler geradestehen? Zum Glück gibt es auch verantwortungsbewusste Landwirte, die durch die Einschlitzmethode beim Ausbringen der Gülle Belastungen der Gewässer und der Luft weitgehend vermeiden. Auch sind Endprodukte aus Biogasanlagen in der Regel weniger geruchsintensiv. Das tut auch dem Fremdenverkehr gut, von dem viele Menschen in unserer Region leben und den Olaf Lies als Minister ebenfalls vertritt. Gesundes Trinkwasser, eine saubere Nordsee und Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit zukünftiger Generationen hat einen hohen Stellenwert. Dafür buhlt man nicht um ein paar Prozente landwirtschaftlicher Wähler (...)

Bernhard Schwanzar
Jever

*

Betrifft: „Nitrat könnte Wasserpreise steigen lassen – Aufwändige Reinigung würde Verbraucher treffen – Auch OOWV warnt vor Belastung“, Oldenburger Land, 25. Januar, sowie weitere Berichte

Die Wogen wegen der Verunreinigung des Grundwassers durch Schadstoffe, besonders durch Nitratbelastung, schlagen mittlerweile immer größere Wellen. Was denken sich die Vertreter der Landwirtschaft und Politiker fast aller Parteien eigentlich dabei, so für die Landwirtschaft (Agrarwirtschaft) zu sprechen? (...)

Gerade die Nitratbelastung nimmt mittlerweile besorgniserregende Formen an, wo einem angst und bange werden muss. In nicht einmal 20 bis 30 Jahren erreichen die Nitrate in großem Ausmaß unser Grundwasser, und wo nehmen wir dann unser Trinkwasser her?

Die dann anstehenden Kosten dürfen wieder alle tragen, nicht nur die Agrarwirtschaft. Ich habe nichts gegen familiär betriebene Bauernhöfe. Die immer größer werdende Agrarwirtschaft (Massentierhaltung) ist das Problem.

Warum immer mehr Fleisch produzieren? In Deutschland wird nicht mehr benötigt, nur für den Export, um dort die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe in die Pleite zu treiben. Den Gewinn stecken sich bei uns nur wenige ein! (...) Jetzt helfen auch noch die Verwaltungen von einzelnen Gemeinden im Oldenburger Land kräftig mit und schaffen weitere Möglichkeiten, um noch mehr Geflügel- und Schweineställe zu bauen. Alle nach dem Motto, wenn die großen Probleme kommen, sind wir nicht mehr dabei. Haben diese Politiker überhaupt kein Gewissen und denken nicht an künftige Generationen?

Wolfgang Schöler
Ahlhorn

Weitere Nachrichten:

Bund | EU-Kommission | OOWV

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