Die Aussage der Bundeskanzlerin Angela Merkel „dann ist dies nicht mein Land“, kann ich nur bestätigen. Denn sie zeigt keinerlei Verantwortung für die Bürger dieses Landes, die sie zu schützen hätte. Dies ist das Land aller deutschen Bürger. Nach einigen Fehlentscheidungen stets zu Lasten der Bürger gipfeln diese nun im verantwortungslosen Zulassen von millionenfacher Zuwanderung, der das eigentliche Merkmal von Flucht fehlt. (...) Noch ist es mein Land, aber Frau Merkel nicht meine Kanzlerin.
Diese sehr persönliche Stellungnahme der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen die Kritik an ihrem „Impuls“ (Originalton Merkel), in der Nacht vom 5. September Flüchtlinge ohne jede Registrierung, ohne jede Kontrolle direkt aus Ungarn nach Deutschland einreisen zu lassen, fordert den Hinweis auf Artikel 56 des Grundgesetzes (Amtseid) geradezu heraus. (...) Damit ist der Ausspruch „Es gibt keine Obergrenze des Asyls“ in seine Schranken gewiesen. Primär hat die Bundeskanzlerin ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen – und zwar umfassend, nachhaltig, auf absehbare Zeit hinaus.(...)
Die Meldungen zur Verschärfung der Asylgesetzgebung empören mich. Abschottung, Abschreckung und Obdachlosigkeit werden damit zum Programm, nachdem der großartige humanitäre Akt der Bundesregierung Anfang September eine Wende hin zu mehr Menschlichkeit in der Flüchtlingspolitik erhoffen ließ. Dieser Akt stellt uns vor Herausforderungen, und natürlich müssen die Fluchtursachen bekämpft werden. Aber die Verschärfung ist keine Lösung. Ich erhebe Einspruch gegen diese Zwei-Klassen-Politik gegenüber Flüchtlingen.
In unserer Kirchengemeinde haben wir einen Härtefallantrag an die Bundesregierung gestellt für einen Flüchtling aus Syrien, der über Italien eingereist war. Dem Härtefallantrag wurde stattgegeben. Nach den jetzt beschlossenen Gesetzen wäre die Antragstellung nicht möglich gewesen, und der Mann wäre abgeschoben worden. (...) Eine menschliche Asylgesetzgebung ist keine „Kuschelpolitik“, wie Alexander Will in der NWZ schrieb, sondern sie ist ein Menschenrecht. (...)
Bischof Janssen fordert eine „schnelle“ und „menschenwürdige“ Aufnahme der Flüchtlinge im Land. In Deutschland stehen 45 000 Kirchen 90 Prozent der Zeit menschenleer. Sie ermöglichen eine gute Erstaufnahme. 20 Menschen pro Kirche. Ein idealer Schlüssel, 900 000 Asylsuchende menschenwürdig unterzubringen.
Gleichzeitig ein Appell an alle Deutschen, dem „christlichen Abendland“ die erwünschte Bedeutung wiederzugeben. Christen helfen Muslimen im Hause Gottes. Eine gute Chance, dem Islam eine weltweit hör- und sichtbare Alternative zu den nicht enden wollenden Gewaltexzessen in seinem Einflussgebiet zu geben.
(...) Deutschland wird sich verändern, so hört man es aus dem Mund unserer Volksvertreter. Aber auf welche Art und Weise, darüber herrscht Schweigen. Wer sich so äußert, der muss den Bürgern auch die Art der Veränderung benennen. Eines aber ist sicher: Angesichts seiner selbstverschuldeten Flüchtlingsproblematik geht Deutschland schwierigen und unruhigen Zeiten entgegen.
Absolut unstrittig ist das Lob für das Engagement zahlreicher Menschen für die ankommenden Flüchtlinge. Hierbei handelt es sich um keine nationale, sondern eine menschliche Großtat. Dies machen sich einige Politiker filmreif zunutze zwecks Steigerung ihres Ansehens. Wollen sie dadurch vielleicht von ihren eigentlichen Aufgaben beziehungsweise Versäumnissen ablenken, Aufgaben, die sie sträflich vernachlässigt haben oder erfolglos geblieben sind ? (...) Auf Dauer wird das Verstecken hinter der Hilfsbereitschaft unserer Bürger vermutlich nicht ausreichen.
(...) Merkels „einmalige humanitäre Entscheidung“ einer Grenzöffnung vor dem Hintergrund der menschenverachtenden Zustände in Ungarn war richtig. Nur, die behauptete „Einmaligkeit“ erweist sich als Lüge. (...) Die Regierung vergisst, dass insbesondere auch der Schutz der innerstaatlichen Ordnung Verfassungsrang besitzt (siehe Notstandsgesetze). An unserer Außengrenze herrscht bereits ein Notstand, denn der Staat erweist sich als unfähig, diese zu schützen. Frau Bundeskanzlerin, wie sagten Sie doch gleich: „Das ist nicht mein Land.“ Richtig, meins auch nicht.
Es ist eine Frechheit, die Scheinflüchtlinge beziehungsweise Scheinasylanten mit den Flüchtlingen von 1945 aus den Ostgebieten Schlesien und so weiter zu vergleichen. Täglicher Hunger und Vergewaltigung durch die Russen waren an der Tagesordnung. Wenn ich die Fernsehbilder sehe, kann ich keinen Zusammenhang sehen.
Immer mehr Menschen kommen zu uns nach Europa. Sie haben ihren Lebensraum zerstört! (...) Unser Lebensraum ist unsere Zukunft. Wir sind von ihm abhängig (...). Dies dürfte mittlerweile jedem Menschen klar sein. Es gilt daher, unseren Lebensraum zu erhalten und nicht die Menge unseres Unterganges zu erhöhen. Doch machen Sie dies mal einem Menschen klar, der so etwas nicht versteht. (...)
Heute mach ich es kurz: Deutschland hat kein Flüchtlingsproblem, sondern ein geschichtsträchtiges Wiedergutmachungssyndrom. Nach sieben Jahrzehnten ist Besserung nicht in Aussicht.
Wenn ich die Politiker und die Medien richtig verstehe, sind nicht die wachsenden Ströme der Einwanderer das Problem, sondern Fremdenhass, Rassismus und Rechtsradikalismus, kurz die Rechten. Hier bietet sich eine Lösung an. Betrachtet man nämlich die Bilder zum Thema, dann sieht man überwiegend kräftige, junge, gut gekleidete Männer. Man kann davon ausgehen, dass ein Teil dieser Männer selber aktive Kämpfer waren, die nur das Pech hatten, auf der falschen Seite zu stehen. Da diese nun teilweise in Bundeswehrkasernen untergebracht werden, könnte die Bundeswehr sie zu Kämpfern gegen Rechts ausbilden. (...) Da der Begriff „rechtsradikal“ dehnbar ist, könnte man so verfahren wie in der Sowjetunion in den 20er Jahren. Dort wurde der Begriff „Kulake“, der zunächst auf renitente Großbauern angewendet wurde, immer großzügiger interpretiert, bis schließlich jeder, der missliebig war, „Kulake“ war. (...)
Am 13. September haben unsere führenden Politiker ihren Offenbarungseid geleistet. Warnende Stimmen hatte es vorher genug gegeben. In den 80er Jahren veröffentlichte Samuel Huntington sein epochales Werk über den „Kampf der Kulturen“ (Clash of civilizations). Basram Tibi folgte mit „Krieg der Zivilisationen“. Aber wie über diesen islamkritischen Geist fielen die Gutmenschen auch über Kelek, Buschkowski, Breder und Sarrazin her. (...)
Nun stehen unsere selbst ernannten Eliten vor ihrem Scherbenhaufen und ihrem geplatztem Traum. (...)
Zur Politik der europäischen Flüchtlingskrise möchte ich hier nur auf die Bibel hinweisen, wo Gott, der Herr unter anderem sagt: „Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.“ (Jes. 29,14). Wo sind also die Klugen und Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?
Zum Thema des Flüchtlingsansturms habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht. Noch werden die Flüchtlinge in Auffanglagern und Notunterkünften untergebracht. Eine knappe Million dieses Jahr. Nächstes Jahr wieder eine Million? Ab welcher Zahl spricht man von einer Völkerwanderung? Zwar ist Deutschland ein reiches Land. Aber wie wird das enden? (...)
(...) Von den Flüchtlingen, die da kommen, werden circa 70 Prozent hier nie Arbeit bekommen (...). Frau Merkel hat hier eine Lawine losgetreten, die sie in keinster Weise beherrscht. Das Geld, das die Politiker hier und anderswo verbraten, ist nicht ihr Eigenes. (...) Ich glaube, die demokratischen Parteien, besonders die SPD, werden alle verlieren, da das Wahlvolk nach rechts rücken wird.
Zitat von Innenminister Thomas de Maizière: „Das deutsche Asylrecht kennt keine Obergrenze.“ Vielleicht will er seiner Chefin imponieren, denn sein Rücktritt wird von dem einen oder anderen Minister gefordert. Recht haben sie. Ein Minister, der in dieser schwierigen Lage nur mit Sprüchen glänzt, hat ausgedient. (...)
