Betrifft:
Broschüre des Staatstheaters zur neuen SpielzeitWenn man in das nicht nur neue, sondern auch neugestaltete Spielzeitheft blickt, vergeht einem die erwartungsvolle Lesefreude leider sehr schnell. Denn es gelingt, wenn überhaupt, nur mit großer Anstrengung, zum Beispiel die Namen der Ensemble-Mitglieder zu entziffern.Die Schrift auf der „Zierleiste“ in der Seitenmitte ist mit nur etwa 1,5 Millimeter Größe geradezu winzig geraten. Hinzu kommt, dass die Farbkombination von Schrift- und Hintergrundfarbe häufig nur mangelhaften Kontrast zulässt. Schade, denn zu gerne hätte man gewusst, wen die (ohne Frage) sehr gefälligen Fotos darstellen.
Opfer des neuen, sehr auf grellbunte Ausgestaltung ausgerichteten Designs und Konzepts ist auch der eigentliche Sitzplan für das Große Haus. Mit nur dem halben Format gegenüber dem Schaubild im Katalog für das Vorjahr ist er nunmehr auf Postkartengröße geschrumpft und bietet für eine ausreichende Information keinen Raum.
Es ist zu befürchten, dass das neue Spezialheft trotz „optimierter Optik“ seine Hauptaufgabe, zu informieren und zu interessieren, nur begrenzt erfüllt.
Hans RettkowskiOldenburg
