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Patienten werden instrumentalisiert

02.12.2017

Selten ist das gesundheitspolitisch angespannte Verhältnis von Wirtschaftlichkeit und Medizin so offen angesprochen worden. Es scheinen die verantwortlichen Akteure bei der Insolvenzabwehr eines wirtschaftlich ruinös geführten Kleinstadtkrankenhauses nicht davor zurückzuschrecken, die ohnehin bekanntermaßen überhöhte medizinische Indikationsstellung zur teuren und nicht unriskanten Herzkatheter-Untersuchung auszuweiten und damit Patienten zum Zwecke der wirtschaftlichen Sanierung zu instrumentalisieren. Wenn das Land Niedersachsen Hunderttausende für die Einrichtung des Kathetermessplatzes bewilligt, bedeutet dies, dem Krankenhaus nicht nur die sonst übliche Erwirtschaftlichung zu ersparen, sondern eine reine Gewinnabschöpfung von Anfang an auf Kosten der medizinischen Indikation und Notwendigkeit, und damit auch der Patienten, zu ermöglichen. Das mag zu dem im Juni 2016 in Hannover verabschiedeten Masterplan „Soziale Gesundheitswirtschaft“ passen, widerspricht aber zutiefst vorrangigen medizin- und wirtschaftsethischen Grundsätzen und Geboten.

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