„Politik besorgt über OLB-Zukunft“, Titelseite, 19. Februar

Die OLB hat in unserer Region eine wichtige Rolle, auch wenn sie keine Landesbank mehr ist. Eine Bank lebt vom Vertrauen, Spekulationen verunsichern. Welcher Teufel hat den designierten Wirtschaftsminister geritten, sich bei einer privatwirtschaftlichen, erfolgreich geführten Bank einzumischen? „Gespräche“ mit dem Bankvorstand anzukündigen, mit welchem Ziel? Und wenn es denn schon sein muss, dann doch besser mit dem Großaktionär in München. Auch die Politik sollte daran denken: Reden ist Silber, Schweigen kann Gold sein. Sein Alarmieren führt doch genau, wie auch schon beim Jade-Weser-Port, in die falsche Richtung.

Jost Etzold Varel

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Mit dem Aufmacher geben Sie die angebliche Sorge des seinerzeit noch nicht einmal amtierenden Wirtschaftsministers Lies über die Zukunft der Oldenburgischen Landesbank AG wieder – auch andere Politiker kommen zu Wort, die besser geschwiegen hätten. Ihrem Blatt ist zu entnehmen, dass alles eine – inhaltslose – Spekulation war; einen Vertreter der Bank hätten Sie möglicherweise schon vor dem ersten Artikel befragen können.

Meine Frage als Kunde dieser Bank: Gehen Ihnen die Themen für die Zeitung aus, oder hat jemand für den Aufmacher gezahlt? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass gerade das Bankengeschäft hochsensibel ist und das notwendige Vertrauen die Basis für viele Arbeitsplätze darstellt?

Horst-Peter Brenneke Oldenburg