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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Pro und Contra zu Windanlagen

23.11.2019
Betrifft: „Enercon wird Chefsache – Entlassungen: Ministerpräsident schaltet sich in Krise um Windanlagenbauer ein“, Titelseite, 13. November, sowie weitere Berichte und Kommentare

Laut Ministerpräsident Stephan Weil will sich die Landesregierung Niedersachsen nicht an die vorgeschlagene Abstandsregelung von 1000 Metern für Windanlagen zur nächsten Wohnbebauung halten. Hier ist wohl festzustellen, dass sich die Landesregierung mit Herrn Weil wohl noch nie länger als eine Viertelstunde in der Nähe von Windanlagen aufgehalten hat. Und schon gar nicht über Tage und Wochen. Sie hätten ansonsten wohl feststellen müssen, dass sich durch den Betrieb der Anlagen eine sehr starke Lärmbelästigung ergibt, die sich auch in Frequenzen abspielt, die nicht vom Gehör wahrgenommen werden. Dies ist wissenschaftlich belegt. Somit ist dies für die Bewohner eine außerordentliche Belastung. Ein Mindestabstand von 1000 Metern ist damit absolut sinnvoll. Von der Landesregierung, einschließlich Herrn Weil, wird wohl niemand in der Nähe von Windanlagen wohnen und sich dem ständigen Lärm aussetzen.

Weiterhin ist eine Unterschreitung der 1000-Meter-Regelung für die Immobilienbesitzer in den betroffenen Ortschaften mit einer Enteignung gleichzusetzen. (...) Es zieht doch kein Mensch freiwillig in einen Windpark mit den entsprechenden Belastungen. Hier tritt die Landesregierung nach Gutsherrenart auf und bestimmt mal wieder gegen die Bevölkerung und die Wähler. (...)

Es ist nichts gegen einen Ausbau von weiteren Windanlagen einzuwenden, aber unter vernünftigen Voraussetzungen und nicht gegen die Bürger. (...)

Karl-Hugo Bergmann
Bad Zwischenahn

Liebe Mitmenschen, in den letzten Monaten war in der NWZ einiges zu lesen über die Situation in der deutschen Autoindustrie, über die Zukunft batteriebetriebener Fahrzeuge, über Ladesäulenmangel, über die Lage bei den Windradherstellern und auch über die Wasserstofftechnologie. (...) Als 60-jähriger Physiklehrer an einem Gymnasium möchte ich Folgendes sagen: Lieber Vorstand von VW! Was soll das? Bevor gerade angekündigt wurde, dass Tesla in der Nähe von Berlin ein Werk errichtet, war die Fixierung auf Batterien schon abwegig. Erstens haben wir die notwendigen Elemente nicht und zweitens produzieren wir eine Halde von ausgedienten Batterien, deren Recycling zwar möglich, aber viel zu teuer und damit wirtschaftlich unattraktiv ist. Die Lösung sind wasserstoffbetriebene Autos, dessen Technologie schon seit Jahrzehnten existiert! Liebe Politiker, werdet jetzt aktiv! Kein Stellenabbau bei der Windenergie, kein Abwandern des Know-hows ins Ausland! Bringt Deutschland wieder nach vorne! (...) Geldströme in die Errichtung von Wasserstofftankstellen! Dann kaufen die Menschen auch wasserstoffbetriebene Autos. Geldströme in den Ausbau von Windparks in der Nordsee! Und die dort produzierte Energie wird nicht ins Ausland verschenkt oder mit den sowieso gehassten Überlandleitungen in den Süden transportiert, sondern mit dieser Energie wird Wasserstoff produziert. Geldströme zur kurzfristigen Rettung der Arbeitsplätze in der Windenergie! Mittel- bis langfristig wird hier deutlich Geld verdient werden. Liebe Politiker, ihr könntet Norddeutschland zur weltweiten Vorzeigeregion machen, wenn ihr nur endlich alles Mögliche unternehmt. (...) Auf all diese Aspekte kommen meine Schüler übrigens von ganz alleine; wenn man sie nur mal recherchieren und Referate über die Themen halten lässt. (...)

Erwin Kerkenberg
Varel

Mit Subventionen – Geld der Steuerzahler – wurde seitens der Politik die Windenergie enorm gefördert. Enercon erhöhte kontinuierlich die Herstellung von Strommühlen. Hat man überhaupt bedacht, dass für die Anlagen mit einer Lebensdauer von circa 20-30 Jahren irgendwann einmal eine Marktsättigung eintreten und die Standorte knapp werden könnten? Jetzt tun sich Grenzen auf hinsichtlich des Wachstums der Windenergiebranche. Das war vorhersehbar!

Deutschland und die übrigen europäischen Länder sind zwischenzeitlich mit Strommühlen übermäßig verspargelt. Auch schwindet die Akzeptanz in der Bevölkerung für diese Art der Stromgewinnung. Mit der fadenscheinigen Argumentation in Richtung Klimarettung möchte die Politik weiterhin noch mehr Strommühlen installieren. Und wieder soll der Steuerzahler die Zeche bezahlen. Die Standortbedingungen sollen ohne Rücksicht auf Beeinträchtigungen von Wohnorten aufgeweicht werden.

Warum wurde zugunsten der Windenergie die saubere Stromgewinnung mittels Photovoltaik-Anlagen von der Förderung ausgeschlossen und damit die hoch entwickelte deutsche Photovoltaik-Industrie in die Pleite gefahren? Warum sollen funktionsfähige technisch hoch entwickelte effiziente Kohlekraftwerke und Kernkraftwerke um jeden Preis (...) abgeschaltet werden? Die (...) Maßnahmen sind dirigistisch und haben planwirtschaftlichen Charakter!

Wen wundert’s, schließlich ist unsere Kanzlerin in einem planwirtschaftlich gesteuerten Staat aufgewachsen.

Tanno Iben
Jever

„Es ist sicherlich für alle Betroffenen nicht einfach, sich mit der Situation zu befassen, dass so viele Stellen wegfallen könnten. Immer wieder sind verschiedene Firmen von der Insolvenz, von wegbrechenden Aufträgen und so weiter betroffen.

Der Staat kann nicht überall eingreifen, um – mit welchen Mitteln auch immer – die Firmen und damit Arbeitsplätze zu retten. Gerne unternimmt unsere Regierung immer wieder Hilfsleistungen für die Arbeitgeber, wenn es sich um Prestigeunternehmungen handelt. Kleinere Firmen sind für die breite Öffentlichkeit leider nicht interessant...

Hier aber mit kürzeren Abständen der Windparks zu bewohnten Gebieten zu agieren, zeigt doch wohl, dass der Herr Weil jeden „Bodenkontakt“ zu den Bürgern im Lande verloren hat. Will er allen Ernstes – wie auf dem Bild in der NWZ – noch mehr Windparks in die Nähe von Wohnsiedlungen bauen lassen und damit die Gesundheit vieler betroffener Bürger gefährden?

Herr Weil kann sich ja gerne eine Windmühle in seinen Garten stellen. Ich glaube, er kann überhaupt nicht nachempfinden, was es für eine Belastung bedeutet, wenn ein Windpark auch nur drei bis fünf Kilometer von einer Wohnsiedlung entfernt steht. Seine Idee erinnert an sehr an einen Schildbürgerstreich!

Roland Hibbeler
Varel

In Niedersachsen stehen auf circa 47 000 Quadratkilometern circa 6300 Windkraftanlagen. Im Landkreis Aurich, dem Stammsitz von Enercon, allein 800.

Zum Vergleich: In Baden-Württemberg befinden sich auf 35 750 Quadratkilometern 725 Anlagen und in Bayern auf 70 550 Quadratkilometern 1160. Da fehlt mir jegliches Verständnis für einen zusätzlichen Ausbau hier im Norden, zumal die energieintensive Industrie sich eher im Süden befindet. Auch im Süden weht der Wind! Es fehlt ein schlüssiges, bundesweites Konzept zur Energiewende.

Nils Naumann
Wardenburg

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