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Probedirigate lassen Fragen offen

Betrifft:

„Vom Wert der geprägten dirigentischen Eigenart“, Berichterstattung über die Bewerbung um die Position des General-Musik-Direktors (GMD) in Oldenburg, Kultur, 26. Mai

Die Probedirigate für die Nachfolge von Generalmusikdirektor Alexander Rumpf, der – wie sein Vorgänger Reinhard Seifried – in Oldenburg wahrlich Maßstäbe gesetzt hat, sind beendet – aber sie hinterlassen doch eine Reihe von Fragen! Nur zwei der fünf zu Probedirigaten eingeladenen Bewerber empfehlen sich (überhaupt) nach dem Urteil der NWZ -Rezensionen, denen man sich nach eigener Anschauung anschließen möchte – auch im Hinblick auf die kritischen Untertöne!

Sicher waren – was den öffentlichen Teil der Probedirigate betrifft – sowohl Inszenierung wie auch teilweise die Rollenbesetzung des Oldenburger ‚Tannhäuser' in der Tat eine Herausforderung für die eingeladenen Dirigenten, Chor und Orchester. Letztere haben dabei immer wieder bewundernswerte Leistungen vollbracht. Dabei ärgert es den Zuhörer mit jeder Vorstellung noch mehr, dass das Regieteam die von Thomas Bönisch faszinierend einstudierten Pilgerchöre fast gänzlich von der Bühne verbannt und damit massiv in die Wagner-Partitur eingegriffen hat!

Die Oldenburger GMD-Position ist eine – in jeder Hinsicht – große Herausforderung: Neben der bereits erwähnten Nachfolge auf die großartigen Vorgänger Seifried und Rumpf sind da die erheblichen Anforderungen an das Orchester durch Oper und Konzert/Kammermusik mit zahlreichen Vorstellungen in der Region, ein sehr selbstbewusstes Orchester und ein durchaus sehr sensibel auf Programmgestaltung reagierendes Publikum zu nennen; ebenso wird sich auch der neue GMD gegenüber eigenwilligen Regieteams oder aber Sparzwängen behaupten müssen.

Man möchte den Entscheidungsträgern wünschen, dass sie den berühmten ‚Sack' doch noch einmal aufschnüren, damit beispielsweise die Frage des Höchstalters für die Bewerber nicht hervorragende weitere Kandidaten verhindert.

Der von Publikum und NWZ -Rezension gefeierte Gastdirigent des 7. Sinfoniekonzerts (Gerard Oskamp) hat sich dabei als eine Maßstäbe setzende Alternative empfohlen!

Oliver Dierks

Edewecht-Wildenloh
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