• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
11.05.2013
Betrifft: „Gemeinsam stark – Frauen mehr zutrauen“, Zwei Redakteurinnen zum Sinn einer Frauenquote, Politik, 19. April, sowie „Bis zuletzt Kampf um Quote, Nachrichten, 18. April

(...) Ich stimme der Argumentation zu, dass die Quote keine „Brechstange“ ist und keine Frau ohne ausreichende Qualifikation in ein Amt gehoben werden darf. Aber welche Frau will das? Ich kenne keine. „Das sogenannte schwache Geschlecht – mal wieder auf der Suche nach Unterstützung!“, schreibt Frau Schneider-Schelling. Diese Unterstellung verpufft, denn keine Frau will aufgrund ihrer körperlichen Merkmale in den Aufsichtsrat. (...)

Die aktuelle Diskussion um Frauenquoten kommt mir etwas verstaubt vor. Im Hochschulbereich wurde schon in den 80er Jahren über das Für und Wider von Frauenquoten gestritten. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Gesetzen und Regelungen über Quotierungen, die umgesetzt wurden. So hat sich seitdem der Frauenanteil in der Professorenschaft verdreifacht und liegt bei 25 Prozent. Eine Quotenfrau ist nicht dabei. Der Frauenanteil im Vorstand von 160 börsenorientierten Unternehmen in Deutschland stagniert hingegen bei drei Prozent. Auch der Blick in andere Länder, die Quotenregelungen eingeführt haben, kann Mut machen. So konnte in Norwegen durch eine gesetzliche Quotenregelung der Anteil der Frauen in den Aufsichtsräten von sieben auf 40 Prozent erhöht werden.

Die Ablehnung des Gesetzentwurfs im Bundestag empfinde ich als frustrierend. Eine gesetzliche Regelung hätte die Männernetzwerke nicht gerade gesprengt, aber sie vielleicht ein wenig durchlässiger gemacht. Schade drum.

Helga Wilhelmer
Oldenburg

Man(n) kann zum Thema Frauenquote unterschiedlicher Meinung sein, aber mit dem Trauerspiel, das die CDU-Bundestagsfrauen bieten, leisten sie den Frauen allgemein einen Bärinnendienst.

Da wurde erst unlängst auf dem letzten CDU-Parteitag die „Flexi-Quote“ für Frauen in Aufsichtsräten börsennotierter deutscher Unternehmen beschlossen, und Anti-Frauenministerin Schröder versprach schon 2011 vollmundig einen entsprechenden Gesetzentwurf. Dann kamen aber die SPD und Grünen mit dem Gesetzentwurf über eine gesetzliche Frauenquote von 20 Prozent ab 2018 dazwischen. Urplötzlich sind die Damen der CDU jetzt gegen eine Quote und lassen sich mit der Aufnahme einer festen Quote ab 2020 ins Wahlprogramm (!) abspeisen. Nicht einmal mehr für die Flexi-Quote durften sie sein.

Ich dachte immer, dass die Frauen mehr Rückgrat als die meisten Politiker hätten und für ihre Interessen kämpfen würden. Sogar Frau von der Leyen, die bislang für eine gesetzliche Quote von sogar 30 Prozent plädierte, entpuppt sich als Maulheldin. (...)

Zu dem von der FDP gern vertretenen freien Spiel der Kräfte ist nur anzumerken, dass seit zehn Jahren eine Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft über Frauen in Führungspositionen existiert mit dem Ergebnis, dass im Jahr 2012 von 190 DAX-Vorständen bemerkenswerte sieben (!) Frauen waren.

Jürgen Neunaber
Oldenburg

Weitere Nachrichten:

CDU | SPD | FDP | DAX

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.