Betrifft:
„FH-Fusion vor dem Ende“, Titelseite, 4. JuliEs gab im Nordwesten Deutschlands seit Jahrzehnten drei Fachhochschulen: Oldenburg, Ostfriesland/Emden und Wilhelmshaven. Sie waren nicht besonders groß. Die Standorte liegen weit voneinander entfernt. Die Hochschulen kannten ihr Problem und bemühten sich um eine Kooperation. Das dauerte der damaligen Landesregierung zu lange. Sie verfügte eine Fusion und wartete auf den Erfolg ihrer Anordnungen. Diese ließen auf sich warten. (...) Am 1. Januar 2000 trat die Zwangsfusion in Kraft. Es dauerte, bis die drei Zwangsfusionierten sich zusammenrauften. In den letzten Jahren waren die Erfolge immer deutlicher zu sehen. Die jetzige Regierung hatte nicht genug Geduld. Ohne Rücksprache mit den Standorten und ohne Rücksprache mit dem Präsidium entschied derMinister, „dass es so nicht weitergehen könne“. Jetzt, da sich die Erfolge zu zeigen beginnen, stellt man – wieder über den Kopf der Betroffenen hinweg – alles erneut in Frage.
Wird diese Behandlung einer autonomen Hochschule gerecht? Ist das die rechte Art, mit einem Träger unserer Elite-Ausbildung umzugehen, mit einer der Einrichtungen, von denen die Zukunft unseres Landes abhängt? Ich kann es nicht glauben.
Joachim LenzOldenburg
