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Rentengefüge gerät völlig aus dem Lot

25.01.2014
Betrifft: „Rentenpaket kostet 60 Milliarden“, Titelseite, 17. Januar, sowie weitere Berichte zu den Rentenbeschlüssen

Ist unsere Regierung von allen guten Geistern verlassen? Die Bundestagswahl hat ein Ergebnis gebracht, das eine Zweiparteien-Diktatur ermöglicht. Nach der Wahl wird aus Alibigründen mit den Parteien verhandelt, und dann einigen sich CDU und SPD auf Gespräche. Mona­telang wird nicht regiert. Der Bundestag dümpelt vor sich hin. Die Parteien verhandeln in vollkommen überbesetzten Gremien, scheinbar ohne Sachverstand. Es wird gebrütet und gebrütet, und die Geburt ist nicht ein Mäuschen, nein, es ist ein wild gewordener Elefant.

Zur Befriedigung der Mitgliederinteressen wird von der SPD mit Unterstützung der CDU eine Reform der Rentenversicherung hervorgebracht, die gegen alle Vernunft ist. Auf Kosten der Beitragszahler werden in den nächsten Jahren zusätzlich 90 000 000 000 Euro verteilt. Die Macher eignen sich die Rentenguthaben an und verteilen sie als nachträgliche Wahlgeschenke. Außerdem werden die gesetzmäßig erforderlichen Beitragssenkungen nicht gewährt, sondern das Geld daraus ebenfalls verteilt. Diese Machenschaften bringen das gesamte Rentengefüge aus dem Lot. Das angesammelte Geld wird verschleudert, und die zukünftigen Beitragszahler werden mit enormen Kosten belastet, die diese durch Beitragserhöhungen begleichen müssen.

Was denkt sich die Regierung eigentlich dabei? Die CDU hat ihr Profil längst verloren und enteignet zusammen mit der SPD die Rentenbeitragszahler. Den zukünftigen Generationen wird eine Last aufgebürdet, die sie nicht schultern können. Wenn solche Veränderungen beschlossen werden, müssen diese durch Steuern finanziert werden. (...)

Uwe Kramer Oldenburg

(...) Die Rentner haben in ihrem Leben nicht die Hände in den Schoß gelegt, um auf den „Geldregen“ im Alter zu warten. Sie bekommen keine Almosen. Auch wenn sich das in Talkshows so anhört. Sie hatten Vertrauen in ein System, in das sie jahrelang eingezahlt haben.

Sie haben gearbeitet, Kinder erzogen, die eigenen Eltern betreut und sind im Ruhestand ehrenamtlich tätig. Sie lesen in Kindergärten und Schulen vor, sind in Besuchskreisen in Altenheimen, im Eine-Welt-Laden, im Kirchenchor und auch in den Cafeterias der Schulen tätig.

Was würde die Gesellschaft machen ohne all diese fitten Rentner? Wenn all diese Tätigkeiten entlohnt werden müssten? Dabei wird ihnen ständig um die Ohren gehauen, wie teuer sie sind und dass die Jungen es mit immer höheren Beiträgen tragen müssen.

Von der Politik wird das heiße Eisen „Systemänderung“ nicht einmal mit der Kneifzange angefasst. Warum müssen nicht alle Berufstätigen in die Rentenkasse einzahlen? Warum bleiben Beamte, Erntehelfer, Servicekräfte im Tourismus, Altenpfleger, die teilweise alle drei Monate ausgewechselt werden, versicherungsfrei? (...) Das System, unter ganz anderen Bedingungen eingeführt, ist so nicht mehr tragbar. Das Wissen darüber ist da, nur mit der Umsetzung hat man so seine Probleme. Daran sind nicht die Rentner schuld.

Christa Indorf Rastede

Die GroKo (...) hat die Chance versäumt, bei den geplanten Wohltaten – welche die Rentenkasse plündern und später die Verschuldung in die Höhe treiben – endlich Beamte, Parlamentarier und sonstige Pensionäre, die vom Bund auf Kosten der Steuerzahler leben, an den Kosten ihrer Altersversorgung zu beteiligen. Denn dann käme das benötigte Geld in die Rentenkasse.

Es wird auch verschwiegen, dass die Versorgung dieser Personenkreise mit überüppigen Pensionen eine tickende Zeitbombe ist, die zusätzlich von allen Steuerzahlern auszugleichen sein wird. Es ist auch nicht mehr zeitgemäß, zwei oder mehr unterschiedliche Altersversorgungssysteme künstlich zu erhalten, zumal (...) gerade die unterschiedlichen Leistungen in höchstem Maße verfassungswidrig sein dürften. Leider wird man dagegen nichts tun können, weil eben diejenigen Richter, die darüber entscheiden müssten, sich nicht selbst schlechter stellen werden. Und die derzeitige Opposition im Bundestag ist zu klein, um derartigen Murks zu unterbinden.

Thomas Kaiser Rastede

Auch die geplante abschlagsfreie Rente mit 63 für langjährige Versicherte ist ungerecht. Warum muss derjenige, der 45 Beitragsjahre zum Beispiel schon mit 60 vorweisen kann, zur Auszahlung bis 63 warten? Hier setzen die Politik und die Rentenkasse offensichtlich auf „Sterblichkeitsgewinne“. Das ist nach wie vor Betrug an den Versicherten.

Heinz Schnitker Hatten-Kirchhatten

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