„Laternenumzug unter Polizeischutz“, Panorama, 9. November

Ich finde es eine gute Idee, das Sankt-Martin-Fest in Sonne-Mond-und-Sterne-Fest umzubenennen, da es in Deutschland neun „große“ Religionen gibt. Wenn man das Fest umbenennt, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass alle Religionen angesprochen werden, als wenn man den Namen beibehält.

Durch die Umbenennung werden am Ende alle Religionen angesprochen. In den meisten anderen Religionen gibt es Sankt Martin auch gar nicht, und dadurch könnte so manch einer denken, dass den Kindern einer anderen Religion diese christliche Tradition aufgedrängt werden soll. Durch diese Erneuerung spräche das Fest (...) auch wieder mehr Erwachsene und Kinder an.

Ich finde es toll, dass der Kindergarten diesen Schritt gewagt hat und das Fest mit neuem Namen wiederbelebt hat. Aus diesem Grund habe ich kein Verständnis für die Gegner dieser Aktion und frage mich (...), was dagegen sprechen könnte.

Jan Zuchgan (13 Jahre) Wardenburg

c

„Zahl kinderloser Frauen steigt“, Nachrichten, 8. November

(...) Die Gründe der Frauen, die kein Kind haben wollen, sind zwar (...) nachvollziehbar, aber trotzdem sollten sie ihre Meinung noch mal überdenken und an den Fortbestand der Menschen denken.

Klar, ein Kind macht viel Arbeit und ist auch anstrengend und es kann deine berufliche Karriere stören. Aber es bringt auch viel Freude und Verantwortung. Und wünscht sich nicht jeder, eine Familie zu gründen? Leider scheint dies nicht mehr der Fall zu sein. Nur noch 15 Prozent der Familien gelten als Großfamilien und 2012 wurden ein Viertel weniger Kinder geboren als 1990.

Wenn die Geburtenzahlen weiterhin sinken, wird es immer weniger Einwohner geben, die dann noch weniger Kinder gebären können.

Janek Blanché (13 Jahre) Südmoslesfehn

c

„Berlin prüft Befragung Snowdens“, Nachrichten, 7. November

(...) Ich finde es sehr bedauerlich, dass die Bundesrepublik Deutschland Edward Snowden kein Asyl gewähren will. Schließlich hat Snowdens sogenannter „Verrat“ an der NSA und den USA erst dazu geführt, dass wir (die Bundesrepublik Deutschland) entdeckt haben, dass wir von der NSA abgehört werden beziehungsweise wurden.

Die USA, die natürlich Snowden zum Verhör zurück fliegen lassen wollen, haben mit dem Abhören des Handys der Kanzlerin (...) das Vertrauen aller Deutschen erschüttert. Deshalb halte ich es nicht für nötig, dass die Deutschen den Amerikanern bei dem Versuch helfen, Snowden in die USA zurückzuholen. Vielmehr sollte man den ehemaligen NSA-Mitarbeiter in Deutschland befragen und ihm nach dem Erkenntnisgewinn Asyl gewähren.

Alexander Benedikt Posse (13 Jahre) Hundsmühlen

c

„So viele Seehunde wie noch nie im Wattenmeer“, Niedersachsen, 9. November

Wir (...) finden es sehr schön, dass sich die Population der Seehunde wieder so erholt hat. Es ist traurig, dass es 2002 nur noch so wenige gab.

Unserer Meinung nach ist es auch sehr furchtbar, dass so viele von diesen einzigartigen Tieren in anderen Gebieten umgebracht werden, nur damit irgendwelche Menschen schöne Felle haben. Dasselbe gilt für Eisbären.

Hoffentlich werden diese Gebiete auch zu Naturschutzgebieten, damit die Seehunde ■ dort – ganz besonders die Jungen – eine schönere Zukunft haben.

Kim Marleen Rullmann und Maria Rady (beide 13 Jahre) Hude/Hatten

c

„Lehrer bestreiken Klassenfahrten“, Titelseite, 4. November

Die Landesregierung will die Arbeitszeit der Gymnasiallehrer ohne zusätzliche Vergütung erhöhen. Die Lehrer in Niedersachsen wehren sich mit dem Streichen von Klassenfahrten und Arbeitsgemeinschaften gegen die Sparmaßnahmen der Regierung. Ich finde, dass das eine falsche Methode ist, um sich gegen die Regierung zu wehren. (...) Klassenfahrten sind wichtig, da sie die Klassengemeinschaft stärken. Wenn diese gestrichen werden, kann das den Klassenzusammenhalt verschlechtern. Einige Schüler kommen nicht sehr gerne in die Schule. Wenn dann auch noch die schöneren Dinge im Schulalltag gestrichen werden, haben sie noch weniger Lust zur Schule zu kommen. In Arbeitsgemeinschaften nach der Schule haben Schüler die Möglichkeit, Sachen über interessante Bereiche wie zum Beispiel Musik, Film und Theater zu erfahren, die nicht im regulären Lehrplan vorhanden sind.

Trotzdem kann ich auch die Lehrer verstehen, da Lehrer auf Klassenfahrten sehr viele unbezahlte Überstunden machen müssen und die Vorbereitung der Arbeitsgemeinschaften sehr zeitaufwendig ist, wofür jetzt auch nicht extra bezahlt wird. (...)

Henrik Aleksi Fosså Hude

c

„Metall im Mais wird zur Lebensgefahr“, Landkreis, 17. Oktober

(...) Da ich selbst viel mit Landwirtschaft und damit auch mit Mais zu tun habe, finde ich es schockierend, wie man so etwas machen kann. Glücklicherweise wurden keine Mitarbeiter verletzt, trotzdem entstand ein Schaden von über 10 000 Euro. Da nun Metall in dem gehäckselten Mais war, musste der Mais leider vernichtet werden. Auch dies sind noch einmal Kosten von über 1000 Euro.

Da dies nur wenige Kilometer von mir entfernt passierte und kein Einzelfall war, gehe ich davon aus, dass dies beabsichtigt getan wurde. Weil es dabei schon beinahe um versuchten Mord geht, schockiert es mich gleich doppelt. Da immer noch Metallteile im Mais sein könnten, gehe ich davon aus, dass es noch mehr dieser Anschläge geben wird. Da die Maschinen von Herrn Horst Osterloh teilweise Totalschäden haben, ist es für mich noch ein Grund mehr, Vorsicht walten zu lassen. Ich würde es sehr gut finden, wenn die „Saboteure“ ihre rechtmäßige Strafe (...) erhielten.

Tim Haverkamp (13 Jahre) Altmoorhausen

c

„Tausende Tonnen Ekel-Fleisch im Handel?“, Oldenburger Land, 7. November

(...) Schon alleine der Gedanke an Gammelfleisch und daran, es vielleicht schon auf dem eigenen Teller gehabt zu haben, ekelt einige Menschen (unter anderem mich). Ich finde es unerhört und dreist, nur um Geld zu sparen, gesperrte Ware zu verkaufen. Die Fleischfabrik hätte mehr davon gehabt, gute Ware zu verkaufen. Jetzt hat sie zwar vielleicht Geld gespart, muss aber mit fatalen Folgen rechnen. Das ist jetzt schon der zweite Skandal in kurzer Zeit.

Ich denke, dass eine intensivere Lebensmittelkontrolle zu weniger Vorfällen beitragen könnte. Ob dem Geschäftsführer die Folgen bewusst waren? Gab es Personen, welche durch diesen Skandal erkrankten? Eins ist sicher: Wenn ich das nächste Mal Fleisch kaufe, werde ich auf die Farbe und sonstige Kriterien achten. Ich werde mich an der Theke über die Herkunft des Fleisches informieren.

Macelina Eggers (14 Jahre) Hatten