„CDU-Abweichler beschimpft“ sowie „Gewissenlos“, Kommentar von Karsten Krogmann zur verbalen Entgleisung Pofallas, Nachrichten und Meinung, 4. Oktober
Während der Debatte im Bundestag über den „Rettungsschirm“ zeigten Merkel und Pofalla auf der Regierungsbank ihr wahres Gesicht. Zusammengepresste Lippen und nach unten gezogene Mundwinkel drückten Merkels Unzufriedenheit, Verbitterung und den Wunsch nach Distanz aus. Die Blickleere Pofallas zeigte das Vakuum hinter der Stirn an. So regieren sie auch. Ist schon das unerträglich, so setzt der Merkelhandlanger allem die Krone auf, indem er das Grundgesetz als „Scheiße“ abtut und einen angesehenen Parteifreund wüst beleidigt. Ungerührt lässt die Kanzlerin das durchgehen: „Wie der Herre, so das Gescherre.“
Alfred Pfeiffer, Wardenburg
Das Problem Pofalla gegen Bosbach zeigt mal wieder einen weiteren Sittenverfall bei „unseren“ Gewählten.
Es war einmal eine Zeit, da galten die Politiker noch etwas. Dann entwickelten sich die ersten Wadenbeißer. Die Politiker verloren ihren guten Ruf. Heute ist festzustellen, dass das ja noch gar nicht so schlimm war. Jetzt ist aus dem kläffenden Wadenbeißer ein beißenden Kampfhund geworden. (...)
Lammert und Thierse sind für mich die letzten akzeptablen Politiker. Frei und offen gehen beide ihren Weg. Lammert „erlaubte“ sich, zwei Abweichler in der Eurodebatte sprechen zu lassen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Nicht so in den Fraktionskreisen. Vielleicht gibt es auch noch einige weitere Freigeister, wie, neben anderen, der Abgeordnete Bosbach, der plötzlich (?) sein Gewissen entdeckt. Ach wäre es schön, wenn unsere Abgeordneten ihrem Gewissen unterworfen sind und sich nicht von der Lobby bereden lassen. (...)
Eckart Tardeck, Wiefelstede
