„Volkswagen tüftelt an seiner Zukunft“, Hintergrund, 1. Oktober; sowie weitere Berichte zum Thema VW-Skandal

(...) Wer wohl wird die Suppe auslöffeln müssen? Richtig, der Bandarbeiter, Staplerfahrer, LKW-Fahrer und dergleichen! Was muss geschehen?

Umfassende und sogenannte „rücksichtslose“ Aufklärung, ja! Herrn Müller, dem neuen Vorstandsvorsitzenden bei VW, scheint man einen neuen Neuanfang zuzutrauen! Es mag kitschig und theatralisch klingen, aber ich wünsche Müller wirklich ein gutes und glückliches Händchen. Ja, ich glaube nach wie vor an VW an dessen Produkte. Raus mit den Tätern bei VW!

Vielleicht kehren neue Besen bei VW tatsächlich gut! Wenn ja, mögen alle Ingenieure sich ihrer Verantwortung bewusst sein und bauen sofort neue, klasse Autos „Made in Germany“, sprich auch, „Made in Niedersachsen“. Ich setze mich morgen wieder mit einem absolut guten, weil sicheren Gefühl in meinen VW-Bulli; transportiere sicher Menschen von A nach B. Mein Bulli ist offensichtlich eine sogenannte Dreckschleuder. Vor ein paar Wochen wusste ich das noch nicht!

Dieter Schmidt Bad Zwischenahn

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Wir alle kaufen günstige Bio-Kartoffeln aus Ägypten beim Billig-Discounter. Wir kaufen „schadstoffarme“ Diesel-Pkw mit mindestens 100 PS und den Fahreigenschaften eines mittelklassigen Sportwagens. Wir lehnen uns dann angesichts unseres „ökologisch korrekten“ Kaufverhaltens entspannt zurück und feiern uns innerlich als Weltenretter und Gutmenschen. Wenn dann offiziell aufgedeckt wird, dass wir mit gefälschten Werten hinters Licht geführt wurden, sind wir ehrlich und aus vollem Herzen entsetzt über das völlig unerwartete gewinnmaximierende Verhalten der Wirtschaftsunternehmen.

Sind wir wirklich so naiv? Oder sind wir zu einer Gesellschaft von Heuchlern verkommen? Letztendlich beliefert uns die Wirtschaft doch exakt mit den Produkten, die wir mit unserem Konsumverhalten einfordern.

Natürlich gibt es keine Entschuldigung für die betrügerische Handlungsweise des VW-Konzerns, aber vielleicht sollten wir unsere eigenen Wertvorstellungen auch einmal kritisch hinterfragen.

Ralf Sies Oldenburg

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Es ist unstrittig, dass die Manipulationen sehr schlimm (kriminell) sind. Trotzdem: Wenn Jeder auf sein Recht pocht, weil er betrogen wurde, sehe ich es so, dass es bald kein VW mehr geben wird. Trotz des „Speckgürtels“ von VW ist der Schaden nicht zu bezahlen. Weil es ja nicht nur um VW geht, sondern um die Betriebsangehörigen, die Familien, die vielen Zulieferbetriebe, Städte und Gemeinden. Ein unermesslicher Schaden!

Darum kann ich nur an jeden einzelnen Geschädigten appellieren, ob wirklich Forderungen angezeigt werden müssen. Nur über eine flächendeckende Solidarität kann nach meiner Meinung VW gerettet werden. Das betrifft natürlich auch die Zulassungsbehörden, um die jetzigen Besitzer nicht auch zu schädigen! Es ist sonst ein nicht zu überschauender Tsunami!

Falk Paulat Jade