Betrifft:
„Schreiben gegen das Vergessen“, Schriftstellerin Herta Müller mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet, Hintergrund, 9. OktoberIst nun die in Nitzkydorf im Kreis Temeschburg in Rumänien geborene Banater Schwäbin Herta Müller wirklich eine „Rumänin“? In dieser Sache ist Herr Mommert genauso uninformiert wie auch viele andere Bundesbürger, nur mit dem Unterschied, dass diese keine Artikel schreiben und so auch nicht – trotz Unwissens – zur Desinformation beitragen. Man muss zwischen Nationalität und Staatsbürgerschaft unterscheiden. Ein deutscher Staatsbürger ist Deutscher, selbst wenn er anderer Nationalität ist. (...)In Rumänien leben Menschen verschiedener Nationalitäten – sind darum aber nicht allesamt Rumänen! Die deutschen Bürger Siebenbürgens sind schon im XII. Jahrhundert eingewandert und über 850 Jahre Deutsche geblieben.
Die deutschen Bürger Banates, woher auch Herta Müller stammt, sind in der Zeit 1740-1780 unter der Kaiserin Maria Theresia eingewandert und durch die dortigen Gegebenheiten Deutsche geblieben. Wenn ein Fohlen im Kuhstall zur Welt kommt, ist es noch lange kein Kalb und bleibt nach wie vor ein Fohlen, oder?
So ist es auch mit uns: Wir sind Deutsche, auch wenn wir in einem fremden Land geboren wurden. Seien wir stolz darauf, eine Herta Müller zu haben, die uns den dritten deutschen Nobelpreis für Literatur eingebracht hat.
Uwe SchusterRastede
